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30. Jahrestagung Kinder- und Jugendpsychiatrie

15. Mai 2019
ganztägig
Mehrzweckhalle Weissenau, Weingartshofer Straße 2, Ravensburg

Als Adoleszenz (lateinisch adolescere „heranwachsen) wird die Entwicklung des Menschen von der späten Kindheit über die Pubertät bis hin zum vollen Erwachsensein bezeichnet. Es ist eine Zeit des Übergangs, des Wandels von einem Zustand zum anderen, eine Zeit der Transition.

Es ist eine vulnerable Zeit. Bekannte Muster verschwinden, neue müssen geprägt werden, Unsicherheit wechselt mit Übermut. Individuation findet statt. Es ist somit nicht verwunderlich, dass zwei Drittel psychischer Erkrankungen zum ersten Mal im Alter zwischen 16 und 24 Jahren auftreten. Die Persistenzrate bis ins Erwachsenenalter ist hoch.

Umso mehr Wichtigkeit erhält die richtige Weichenstellung in dieser Zeit. Und so stellt sich immer wieder bei älteren Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen die Frage: Was ist der richtige Behandlungsort? Wer benötigt einen geschützten Rahmen zum Nachholen von Entwicklungsschritten und wer eher offensive Förderung in die Eigenverantwortung? Wann ist ein Jugendlicher erwachsen? Was passiert mit den Jugendlichen, die es noch nicht sind? Was wäre nötig für eine gute Versorgung? Bei Psychosen und Sucht: Was ist Henne, was ist Ei? Was sind neue Mediengestützte Therapiemöglichkeiten? Wo liegen Unterschiede in der Behandlung einer
Psychose zwischen der Kinder- und Jugendpsychiatrie zur Erwachsenenpsychiatrie?

Diese Fragen und andere mehr wollen wir mit unserem diesjährigen Thema: „Transition, Adoleszenzpsychiatrie und Psychose – Unsicherheit und Übermut“ beantworten.

Wir würden uns freuen, Sie auch dieses Jahr wieder als aktiv zuhörende Teilnehmer und Teilnehmerinnen bei unserem Jahressymposium begrüßen zu dürfen.

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