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Erinnern und Gedenken 2021 am ZfP-Standort Zwiefalten

Erinnern von überall aus

Seit 1996 ist der 27. Januar der „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“, an dem bundesweit an die Geschehnisse der damaligen Zeit erinnert wird. Auch das ZfP Südwürttemberg am Standort Zwiefalten veranstaltet jährlich eine Gedenkfeier, insbesondere um an die zahlreichen psychisch kranken und geistig behinderten Menschen zu erinnern, die im Rahmen der nationalsozialistischen „Euthanasie“ ermordet wurden. Leider macht es die Pandemie derzeit unmöglich, Veranstaltungen durchzuführen, bei denen viele Gäste zusammenkommen. Das ZfP Südwürttemberg und die Gemeinde Zwiefalten möchten dem Erinnern hier trotzdem Raum geben.

Die Kranzniederlegung

Für die Kranzniederlegung im kleinen Kreis kamen am Gedenktag zusammen: Zwiefaltens Bürgermeisterin Alexandra Hepp, die ZfP-Regionaldirektoren Alb-Neckar Prof. Dr. Gerhard Längle und Dieter Haug, Dr. Bernd Reichelt vom Forschungsbereich Geschichte der Medizin im ZfP, Klinikseelsorgerin Hildegard Jakob sowie Hubertus-Jörg Riedlinger vom Geschichtsverein Zwiefalten.

Alexandra Hepp und Prof. Dr. Gerhard Längle legten gemeinsam den Kranz nieder.   Hildegard Jakob, Dr. Bernd Reichelt, Alexandra Hepp, Prof. Dr. Gerhard Längle, Dieter Haug sowie Hubertus-Jörg Riedlinger. Hildegard Jakob beim Gebet. Ebendieses können Sie > hier lesen.

Gedanken zum digitalen Gedenktag

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Prof. Dr. Gerhard Längle und Dieter Haug

Regionaldirektion Alb-Neckar des ZfP Südwürttemberg

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Alexandra Hepp

Bürgermeisterin Zwiefalten

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Mitmachaktion „Gedenken überall“

Mit unserem diesjährigen Motto „Gedenken überall“ haben wir im Vorfeld dieses Gedenktags zu einer Mitmachaktion eingeladen. Mittels eines Fotos hatte jeder und jede die Gelegenheit, die ganz eigenen Gedanken zum Gedenken zu Papier zu bringen und in die Kamera zu halten. Dutzende Menschen nahmen Anteil. Wir bekamen Fotos von Kolleg*innen aus ihren Büros und aus dem Homeoffice. Patient*innen und Klient*innen diskutierten die Aktion und beteiligten sich. Auch die Schüler*innen der zehnten Klasse der Münsterschule waren dabei, ebenso wie Bürger*innen aus Zwiefalten und Angehörige von „Euthanasie“-Opfern, die sich freuten, am digitalen Gedenken Anteil zu nehmen. Auch wenn wir uns dieses Jahr nicht persönlich begegnen können, entsteht dadurch ein gemeinsames Gedenken – überall!
Bernd Reichelt