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Allgemeinpsychiatrie Zwiefalten hat neuen Chefarzt

Dr. Alex Theodor Gogolkiewicz leitet die Abteilung Allgemeine Psychiatrie Alb-Neckar des ZfP Südwürttemberg.

Dr. Alex Theodor Gogolkiewicz ist der neue Chefarzt der Abteilung Allgemeine Psychiatrie Alb-Neckar des ZfP Südwürttemberg. Er löst Dr. Hans Renz ab, der sich dieses Jahr in den Ruhestand verabschiedet.

„Es sind große Fußstapfen, die mein Vorgänger Dr. Hans Renz hinterlassen hat“, weiß Dr. Alex Theodor Gogolkiewicz. Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie mit Zusatzqualifikationen in den Bereichen Psychoonkologie, Verkehrsmedizin und Suchtmedizin leitet künftig gemeinsam mit seiner dualen Partnerin Sr. Marie Theres die Allgemeine Psychiatrie Alb-Neckar des ZfP Südwürttemberg. Somit steht er den zwei Stationen, der Soteria sowie der Abteilungsambulanz am Standort Zwiefalten vor.

Für die Herausforderung, die hinterlassenen Fußstapfen auszufüllen, ist Gogolkiewicz bestens gerüstet. Der gebürtige Niedersachse studierte nach seinem Zivildienst in der Kinder- und Jugendpsychiatrie zunächst in Göttingen und Heidelberg Jura und Geschichte. Dann wechselte Gogolkiewicz zur Medizin – und studierte an vielen Orten der Welt: Debrecen, Detroit, Kapstadt, Singapur und Sydney. Nach seinem Abschluss mit der Note sehr gut ging es zurück nach Deutschland. Am SRH-Klinikum Sigmaringen erhielt er eine Stelle als Assistenzarzt, bildete sich zum Facharzt weiter und wurde schließlich Oberarzt in der Psychiatrischen Klinik. Berufsbegleitend absolvierte er in Neu-Ulm ein gesundheitsökonomisches Zusatzstudium mit Abschluss Master of Business Administration (MBA). Zudem ist er regelmäßig als Gutachter tätig, unter anderem bei zivil-, verkehrs- und strafrechtlichen Belangen.

Nach seiner ersten Doktorarbeit „Stress, Coping und Burnout bei Medizinern“ steht nun die zweite Dissertation zum Thema Zwangsmaßnahmen kurz vor dem Abschluss. Mit dem Leiter des Zentralbereichs Forschung und Lehre des ZfP Südwürttemberg, Prof. Dr. Tilman Steinert, arbeitete Gogolkiewicz dazu an einer Studie zur Reduzierung von Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie. „Im Forschungsbereich will ich mich auch hier am Standort Zwiefalten weiter einbringen“, berichtet der 34-Jährige. Der Familienvater will in seiner neuen Aufgabe als Chefarzt zudem die Patientenautonomie stärken: „Stichwort: Shared decision making. Es geht darum, dem Patienten auf Augenhöhe zu begegnen und gemeinsam mit ihm Entscheidungen zu treffen.“ Auch die Angehörigen sollen verstärkt eingebunden werden: „Sie sind eine super wichtige Unterstützung in der Behandlung.“