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Begegnungen – „Mode trifft Kunst“

Maria Müller-Hund vom Inklusiven Atelier, Renate Reischmann vom Modehaus Reischmann, Rolf Schmid vom Inklusiven Atelier und Dr. Raoul Borbé vom ZfP Südwürttemberg.

Die dritte Ausstellung von Bildern des Inklusiven Ateliers des ZfP Südwürttemberg im Trendhaus Reischmann zeigt eine breite Palette künstlerischer Ausdrucksweisen. Bei der Vernissage am vergangenen Donnerstag stellte sich heraus, dass Mode, Kunst und Psychiatrie mehr gemeinsam haben, als es zunächst scheinen mag.

Vor vier Jahren wurde das Inklusive Atelier des ZfP Südwürttemberg in Ravensburg gegründet. Es ist eine Begegnungsstätte für Menschen, die unabhängig von ihrer Biographie und ihren Erlebnissen gemeinsam kreativ arbeiten. Renate Reischmann, Gründungsmitglied, sieht das Atelier nicht nur als Raum für Kontakte, Austausch und Kommunikation untereinander, sondern auch für „Begegnung mit sich selbst, zwischen Künstler und Werk und in der Folge zwischen Künstler und Betrachter.“ Sie wählte die Bilder aus, die nun im Trendhaus Reischmann in Ravensburg ausgestellt werden und empfindet sie als „große Bereicherung“ für die Räumlichkeiten.

Dr. Raoul Borbé, Chefarzt der Allgemeinpsychiatrie und Leiter des Geschäftsbereichs Arbeit und Wohnen des ZfP Südwürttemberg, zog Parallelen zwischen Mode, Kunst und Psychiatrie: „Es geht um Möglichkeiten des Ausprobierens und oft auch darum, Grenzerfahrungen zu machen.“ Im Inklusiven Atelier ist das über die Kunst möglich — in der Kunst öffnet sich ein wertfreier Raum. Durch die Ausstellung der Bilder im Modehaus wird der Gedanke der Inklusion weitergetragen: Dort finden Begegnungen zwischen den Werken und modeinteressierten Kunden statt, die vielleicht gar nicht geplant haben, die Ausstellung zu besuchen. Und dennoch können sie sich von den Bildern berühren und beeindrucken lassen.