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Eine bildungsreiche Partnerschaft

Anne Fundel (stehend) und ZfP-Mitarbeitende (rechts) berichteten den Schülerinnen und Schülern von den Einsatzgebieten des ZfP Südwürttemberg.

Die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Zwiefalten des ZfP Südwürttemberg und die Münsterschule Zwiefalten schließen eine Bildungspartnerschaft. Im Zuge dessen besuchten zwei Schulklassen der Münsterschule erstmals das ZfP in Zwiefalten.

„Wisst ihr, was es für Bereiche in der Psychiatrie gibt?“, fragte Pflegepädagogin Anne Fundel die Schülerinnen und Schüler der Münsterschule. Ein paar Hände schnellten nach oben. Fundel sammelte die Rückmeldungen: Sucht, Alterspsychiatrie, Allgemeine Psychiatrie. Die Lehrerin der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege zeigte auf ein Bild, auf dem zwei Personen und Paragraphen abgebildet waren. Sie ergänzte: „Das ZfP behandelt auch psychisch kranke oder suchtkranke Menschen, die aufgrund der Erkrankung eine Straftat begangen haben.“ Auch die Einsatzgebiete Neuropsychiatrie und Psychosomatik erarbeitete sie so mit den Schülern.

Erstmals besuchten zwei Klassen der Haupt- und Realschule der Münsterschule das ZfP in Zwiefalten. Die Einsatzgebiete der Psychiatrie lernten die Schüler nicht nur auf Bildern kennen. Aufgeteilt in Kleingruppen berichteten ihnen Experten aus der Praxis über ihre Arbeit: Alice Seidenthal von der Allgemeinpsychiatrischen Aufnahmestation, Linda Bitsch, die auf einer Suchtstation arbeitet, Achim Göhring, der pflegerischer Leiter der alterspsychiatrischen Aufnahmestation sowie Manfred König von der forensischen Klinik. Zudem konnten sich die Schüler bei einem von Sandrine Quesnel  geführten Rundgang über das ZfP-Gelände ein eigenes Bild von der Klinik machen.

Der Besuch fand im Zuge der neuen Bildungspartnerschaft zwischen der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Zwiefalten des ZfP Südwürttemberg und der Münsterschule Zwiefalten statt. Doch nicht nur die Schüler der Münsterschule profitieren von der Kooperation. „Wir haben so die Möglichkeit, das ZfP Südwürttemberg als Unternehmen vorzustellen und den jungen Menschen den Pflegeberuf schmackhaft zu machen“, erklärt Fundel.

Eine Woche vorher besuchte die Lehrerin dieselben Schüler in der Münsterschule. „Das Meinungsbild über die Psychiatrie ist nicht immer positiv. Es ging auch darum, mit den jungen Menschen eventuelle Ressentiments gegenüber der Psychiatrie zu thematisieren und die Akzeptanz psychisch kranker Menschen zu fördern.“ Bei dem Treffen wurde Fundel von einer Auszubildenden der Gesundheits- und Krankenpflege begleitet, die den Schülern über ihre Arbeit berichtete und erzählte, warum sie sich für eine pflegerische Ausbildung beim Arbeitgeber ZfP entschieden hat. Neben dem Wunsch sozial tätig zu sein, habe ihr vor allem die gute Zusammenarbeit ihres Stationsteams zugesagt. Zudem arbeite man auf Augenhöhe und habe gute Arbeitszeiten.

Am Ende des Besuches zeigten sich beide Seiten begeistert. „War es denn heute spannend für euch?“, fragte ein Lehrer der Münsterschule, der daraufhin zustimmendes Nicken erntete. Er und Fundel waren sich einig: Solche Besuche sollten wiederholt werden. Dank der gemeinsamen Bildungspartnerschaft wird man wohl bald wieder viele junge Menschen mit Schulranzen durch das ZfP laufen sehen.