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Fachpflegeheim mit WG-Charakter

Der symbolische Spatenstich für das neue Fachpflegeheim.

Das ZfP Südwürttemberg beginnt am Standort Zwiefalten in der Gustav-Werner-Straße mit dem dritten Bauabschnitt: Ein Fachpflegeheim mit 21 Plätzen für psychisch behinderte Menschen. Der Spatenstich am Montag war der Auftakt für die Bauarbeiten, im September 2019 soll der Neubau bezogen werden. Mit dem 3,2-Millionen-Euro-Projekt werden nicht nur die Anforderungen der Landesheimbauverordnung voll umgesetzt.

Bei winterlichen Minusgraden begrüßte Christoph Vieten, Geschäftsbereichsleiter Arbeit & Wohnen des ZfP Südwürttemberg, die Gäste. Der symbolische Spatenstich für das neue Fachpflegeheim in Zwiefalten wurde im Tagesprogramm kurzerhand vorgezogen, um der Kälte zu entkommen. Für die übrigen Programmpunkte versammelten sich die Gäste in dem Fachpflegeheim Aachtalblick 2 in direkter Nachbarschaft.

Architektonisch orientiert sich der Neubau in der Gustav-Werner-Straße an dem bereits existierenden Fachpflegeheim Aachtalblick 2 sowie dem Seniorenheim Aachtalblick. Doch das neue Fachpflegeheim des ZfP Südwürttemberg hat einen ganz eigenen Charakter. Aufgeteilt in drei Bereiche, leben künftig jeweils sieben Bewohnerinnen und Bewohner ähnlich wie in kleinen Wohngemeinschaften zusammen. „Die Räumlichkeiten sind zukunftsweisend für Bewohnerinnen und Bewohner sowie für Mitarbeitende“, versicherte Vieten den Gästen.

Gemeinsam einkaufen, kochen oder abwaschen – mit Hilfe der neuen Wohnform sollen die Bewohnerinnen und Bewohner zu alltagspraktischen Tätigkeiten befähigt werden. Susanne Höhn, Regionale Geschäftsbereichsleitung Wohnen Alb-Neckar des ZfP Südwürttemberg, erklärte: „Es geht um die Entwicklung der Potentiale der Menschen, um die Möglichkeit eigenständig zu werden und selbstbestimmt leben zu können.“ Im September 2019 werden 21 psychisch kranke Menschen, die zurzeit im Haus Aachtal des ZfP leben, ihr neues Zuhause beziehen. „Für sie ist es etwas ganz Neues, bislang werden sie vollversorgt“, berichtete Höhn. „Die neue Wohnform ermöglicht es, ihre Lebensqualität zu erweitern.“

Konzipiert ist ein eingeschossiges, barrierefreies Gebäude in ruhiger Lage. Mit der Umsetzung der Anforderungen, der ab 2019 geltenden Landesheimbauverordnung, die unter anderem die Unterbringung und maximale Wohngruppengröße sowie eigene Nasszellen für die Bewohnerzimmer festlegt, bietet der Neubau einen hohen und zeitgemäßen Standard für die Pflege und Betreuung – lichtdurchflutete, großzügige Räumlichkeiten und ein herrlicher Blick inklusive.

Der Architekt Ralf Straub, Hartmaier + Partner Freie Architekten BDA, lieferte weitere Informationen zum Bauvorhaben. Alle Ausschreibungen für den Neubau wurden bereits an Firmen aus der Region vergeben. Bis Ende des Jahres soll die Gebäudehülle stehen. Ebendiese zeigte Straub anhand eines Modelles mit allen Bauprojekten der Gustav-Werner-Straße. Ähnlich wie beim Aachtalblick 2 und dem Seniorenheim Aachtalblick erhält auch das neue Fachpflegeheim eine eigenständige Innenraum- und Farbgestaltung.