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Hilfsgütertransporte für Partnerklinik in Polen

Mitarbeitende laden die Betten für Polen in LKWs.

Seit mehr als zehn Jahren pflegt Zwiefalten die Partnerschaft mit Andrychow. In den vergangenen sechs Wochen wurden nun drei Hilfsgütertransporte des ZfP Südwürttemberg nach Polen gesandt. Die hauptsächlich aus Krankenhausbetten bestehenden Lieferungen wurden unter der Leitung von Ralf Aßfalg, Pflegedirektor des ZfP in Zwiefalten, durchgeführt. Solche Hilfsgütertransporte sind nur ein Teil der langwährenden Partnerschaft zwischen dem ZfP Zwiefalten und der Klinik in Polen.

Die Deutsch-polnische Gesellschaft für seelische Gesundheit (DPGSG) veranstaltet Symposien und Tagungen, die im Wechsel in Polen und in Deutschland stattfinden und  organisiert Austauschprogramme und Besuchsreisen für Mitarbeitende. Eine, der vom DPGSG betreuten Partnerschaften, ist die zwischen dem ZfP in Zwiefalten und der Klinik in Andrychow, nahe Krakau. Seit zehn Jahren besteht ein regelmäßiger Austausch - über politische Entwicklungen in Deutschland und Polen, regionale Ereignisse sowie über fachliche Themen.

Vergangenes Jahr besuchte eine Delegation des ZfP Südwürttemberg erneut die polnische Partnerklinik. Schnell war klar, dass in Andrychow ein Bedarf an verschiedenen Sachmitteln besteht. Innerhalb der letzten sechs Wochen folgten daraufhin drei Transporte mit Betten, Schränken, Rollatoren und weiteren Hilfsgütern. Diese konnten vom ZfP problemlos entbehrt werden - insbesondere die Krankenhausbetten. Ralf Aßfalg, Pflegedirektor in Zwiefalten, erklärt warum: „Wir steigen auf feste Betten und in der Alterspsychiatrie auf Niedrigbetten um.“ Die Klinik in Polen hat nach An- und Neubauten wiederum hohen Bedarf an Krankenhausbetten.

Die Besuche und Transporte werden seit Beginn von einem festen Team organisiert: So sind Karl Fuchsloch und Hans-Peter Sauter aus der Wirtschaftsabteilung seit Beginn an dabei und mit den Abläufen vertraut. Auch Darius Wiercinski und seine Frau Kamilla gehören zum Organisationsteam. Die beiden bilden, insbesondere durch ihre polnischen Sprachkenntnisse, eine wichtige Schnittstelle zu den Mitarbeitenden in Andrychow - als Dolmetscher sind sie immer mit dabei. Unter anderem lotsen sie telefonisch die, für die Transporte eingesetzten, riesigen Anhänger aus Polen in das - mit 50 Kilometern von der Autobahn entfernte – doch sehr ländlich gelegene Zwiefalten. So lässt sich vermeiden, dass der polnische Fahrer wieder versehentlich in Zwiefaltendorf landet. Auch weitere Informationen und Unterschiede werden von den Wiercinskis vermittelt. „Zum Beispiel, dass die Ladungssicherheit in Deutschland eine große Rolle spielt“, kommentiert Aßfalg mit einem Augenzwinkern. Von der Kooperation mit der polnischen Klinik zeigt er sich rundum begeistert: „Es geht weit über eine Partnerschaft hinaus, es sind schon viele Freundschaften entstanden“.