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Klinikneubau am Hauderboschen schreitet voran

Das ZfP Südwürttemberg bündelt künftig die psychiatrische Versorgung am Standort Biberach. Der Klinikneubau in unmittelbarer Nähe zum sich ebenfalls im Bau befindenden Allgemeinkrankenhaus der Sana-Kliniken Biberach schreitet planmäßig voran.

Der Klinikneubau auf dem zukünftigen Gesundheitscampus am Hauderboschen schreitet planmäßig voran. Vertreter des ZfP Südwürttemberg sowie des Landkreises und der Stadt Biberach freuen sich angesichts der baldigen Fertigstellung über die Weiterentwicklung von Gesundheitsangeboten in der Region.

In dem neuen Gebäude angrenzend an das sich ebenfalls im Bau befindende Zentralkrankenhaus der Sana-Kliniken Biberach bündelt das ZfP Südwürttemberg künftig die psychiatrische Versorgung am Standort Biberach: Es wird eine psychiatrische Institutsambulanz geben, ein Medizinisches Versorgungszentrum, eine Tagesklinik sowie ein stationäres Angebot, das es in Biberach bisher gar nicht gab: eine allgemeinpsychiatrische sowie eine alterspsychiatrische auf Demenz spezialisierte Station. Die Angebote sind unter einem Dach gebündelt. Dafür investiert das ZfP 27 Millionen Euro.

„Mit dem Klinikneubau setzt das ZfP Südwürttemberg Maßstäbe für eine moderne, patientenorientierte Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen“, berichtet Dr. Dieter Grupp, Geschäftsführer des ZfP Südwürttemberg. Nach dem Spatenstich im Oktober 2018 sind an der Baustelle am Hauderboschen inzwischen die Dimensionen des Großprojekts erkennbar, die Fertigstellung ist für Ende dieses Jahres geplant. Auch der Landrat des Landkreises Biberach äußert sich erfreut über den Fortgang des Bauprojekts und verdeutlicht die Wichtigkeit der geplanten neuen Versorgungsangebote für den Landkreis und die Stadt Biberach. „Als Landrat und Aufsichtsratsmitglied des ZfP habe ich dieses Projekt von Anfang an begleitet und unterstützt. Mir war es wichtig, dass es kommt. Der gesamte Aufsichtsrat stand dem Klinikneubau immer offen und wohlwollend gegenüber, wobei aufgrund der Kosten durchaus auch intensiv diskutiert wurde. Dr. Dieter Grupp als Geschäftsführer und Christoph Vieten als Regionaldirektor Donau-Riss im ZfP Südwürttemberg haben sich leidenschaftlich für dieses Projekt stark gemacht. Ohne die Beiden wäre der Neubau nicht gekommen“, sagt Landrat Dr. Heiko Schmid und dankt Grupp und Vieten für ihren Einsatz.

Der Erste Bürgermeister der Stadt Biberach Ralf Miller betont die Wichtigkeit der fachübergreifenden Behandlung: „Der Gesundheitscampus in Biberach ist ein mustergültiges Beispiel für eine patientenorientierte Bündelung verschiedenster Angebote. Mit diesen Leistungen werden auch Spezialangebote, die auf ältere Patienten zugeschnitten sind, auf ideale Weise mit einer Diagnostik und Mitbehandlung der häufigen körperlichen Begleiterkrankungen verbunden. Das hat einen großen Mehrwert für die Patienten.“

Mit der Verlagerung von Betten und der Schaffung von neuen Angeboten in Biberach erreicht das ZfP eine Versorgung vor Ort. Die psychiatrische Klinik ist zudem über einen Verbindungsgang direkt an das Sana-Klinikum angegliedert. „Durch die Nähe zum Allgemeinkrankenhaus erhoffen wir uns eine Verbesserung der Behandlung, da uns dann diagnostische Möglichkeiten wie Röntgenuntersuchungen auf kurzem Weg zur Verfügung stehen“, fasst es Christoph Vieten, Regionaldirektor Donau-Riss im ZfP Südwürttemberg, zusammen. Gerade ältere Menschen, die in der Alterspsychiatrie beispielsweise wegen Depressionen oder Demenzerkrankungen behandelt werden, hätten oftmals verschiedenartige körperliche Begleiterkrankungen. Die Wege zu den anderen medizinischen Fachabteilungen seien dann kurz. „Umgekehrt steht unser psychiatrischer Konsiliardienst dann der Sana-Klinik zum Beispiel in der Notaufnahme zur Verfügung“, ergänzt der Regionaldirektor.

Vorteile sieht ZfP-Geschäftsführer Grupp vor allem für Menschen, die in und bei Biberach wohnen und für eine Behandlung nicht mehr so weit fahren müssen. „Ziel ist es, eine gemeindenahe Versorgung im Umkreis und Lebensfeld der Betroffenen anzubieten“, so Grupp. Die unmittelbare Nähe zu den Sana-Kliniken wirke zudem der Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen entgegen. Auf die Realisierung der neuen Behandlungsangebote freuen sich ZfP-Geschäftsführer Grupp und Regionaldirektor Vieten bereits: „Das ist für uns ein Meilenstein.“