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Psychiatrischer Pflegedienst für den Landkreis Biberach

David Lesslauer und sein Team, das aus zwölf spezialisierten Pflegefachpersonen besteht, betreuen Klienten an Standorten wie Bad Schussenried, Biberach, Laupheim, Buchau oder Riedlingen.

David Lesslauer und sein Team, das aus zwölf spezialisierten Pflegefachpersonen besteht, betreuen Klienten an Standorten wie Bad Schussenried, Biberach, Laupheim, Buchau oder Riedlingen.

Einige Menschen möchten trotz einer schweren psychischen Erkrankung in den eigenen vier Wänden wohnen. Möglich machen dies aufsuchende und ambulante Angebote. Aufgrund der hohen Nachfrage hat das ZfP Südwürttemberg nun für den Landkreis Biberach einen eigenen ambulanten psychiatrischen Pflegedienst eingerichtet.

In Krisensituationen, um einen Krankenhausaufenthalt zu vermeiden, als längerfristige Unterstützung bei häuslicher Behandlung oder zur langfristigen Unterstützung im Rahmen der Pflegeversicherung: Der Psychiatrische Pflegedienst Ambulant (PPA) des ZfP Südwürttemberg betreut im Landkreis Biberach derzeit 120 Klienten. Gegründet wurde der PPA vor mehr als zehn Jahren am Standort Weissenau, 2011 wurde ein Außenteam für Bad Schussenried und Umgebung etabliert. Dieses wurde zum 01. Juli 2018 in einen eigenen Fachpflegedienst überführt.

„Um der steigenden Nachfrage nach ambulanter psychiatrischer Versorgung gerecht zu werden, haben wir uns dazu entschieden, einen eigenen Fachpflegedienst für den Landkreis Biberach zu gründen“, erklärt David Lesslauer. Er und sein Team, das aus zwölf spezialisierten Pflegefachpersonen besteht, betreuen Klienten an Standorten wie Bad Schussenried, Biberach, Laupheim, Buchau oder Riedlingen. Viele von ihnen werden täglich besucht, einige sogar mehrmals am Tag. Dabei handelt es sich meistens um kurze Kontakte, bei denen zum Beispiel sichergestellt wird, dass die Medikamente korrekt eingenommen werden. Es kann aber auch vorkommen, dass längere Gespräche erforderlich sind, falls sich bei den Klienten eine Krisensituation anbahnt.

„Was uns von allgemeinen Pflegediensten unterscheidet, ist die spezielle psychiatrische Kompetenz“, weiß Lesslauer. Alle Mitarbeitenden haben langjährige Erfahrung und verschiedenste Fort- und Weiterbildungen im Bereich der psychiatrischen Fachpflege, sind dadurch kompetent im Umgang mit Erkrankungen wie Depressionen, Suchterkrankungen, Persönlichkeits- und Angststörungen oder Schizophrenien. Somit kann das Team nicht nur psychosoziale Unterstützung im Alltag bieten, sondern auch kurzfristige, schnelle Hilfe in psychiatrischen Krisensituationen. Ziel ist es, so lange wie möglich den Verbleib in der häuslichen Umgebung zu sichern und dadurch zum Erhalt und zur Förderung der Lebensqualität der Betroffenen beizutragen.