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Ralf Aßfalg in Krakau zum Vorsitzenden der Deutsch-Polnischen Gesellschaft für Seelische Gesundheit (DPGSG) gewählt

Ralf Aßfalg wurde zum Vorsitzenden der Deutsch-Polnischen Gesellschaft für seelische Gesundheit gewählt.

Ralf Aßfalg, Pflegedirektor des ZfP Südwürttemberg am Standort Zwiefalten, wurde bei der Mitgliederversammlung am 29.09. in Krakau (Polen) zum Vorsitzenden der Deutsch-Polnischen Gesellschaft für Seelische Gesundheit gewählt. Aßfalg ist seit 2009 im Vorstand der Gesellschaft vertreten, seit dem Jahr 2012 als deren Schriftführer. Aufgabe der Gesellschaft ist es, die Beziehungen zwischen der polnischen und deutschen Psychiatrie in vielen Gebieten partnerschaftlich zu entwickeln und zu festigen.

Der Vorstand der DPGSG setzt sich aus jeweils zehn Vertretern aus Deutschland und Polen zusammen. Aßfalg übernimmt nun für die nächsten drei Jahre den Vorsitz der deutschen Seite und fungiert gleichzeitig als stellvertretender Vorsitzender der gesamten Gesellschaft. Nach drei Jahren, so sieht es die Satzung vor, wechselt der Vorsitz zwischen den Ländern. Aßfalg sieht in den kommenden Jahren die besondere Herausforderung auf sich zukommen, die seit Jahren bestehende Gesellschaft in enger Zusammenarbeit mit den anderen Vorstandskolleginnen und -kollegen, weiter zu stärken, die bestehenden Beziehungen zu intensivieren und neue zu gründen. Wichtig ist ihm auch eine hohe Transparenz der Vorstandstätigkeiten gegenüber der Politik sowie den Mitgliedern der Gesellschaft.

Die DPGSG wurde 1989 gegründet und zählt heute über 500 Mitglieder aus beiden Ländern aus den unterschiedlichsten in der Psychiatrie tätigen Berufsgruppen. Die Gesellschaft sieht sich in der Verantwortung sich der nationalsozialistischen Geschichte zu stellen und Schwache und Benachteiligte zu schützen. Im Vordergrund steht dabei stets der Wunsch voneinander zu lernen und sich auszutauschen. Gemeinsames Ziel ist es durch Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch die psychiatrische Landschaft zu verbessern und der Stigmatisierung von Menschen mit Psychiatrieerfahrung entgegenzuwirken.


Daher werden jährlich Symposien und Tagungen veranstaltet, die im Wechsel in Polen und in Deutschland stattfinden. Außerdem gibt es Austauschprogramme und Besuchsreisen für Beschäftigte in der Psychiatrie und Begegnungen für Patienten und Angehörige. Eine besondere Rolle kommt den Partnerschaften zwischen Einrichtungen (Krankenhäusern und anderen Institutionen) zu, die der intensiven persönlichen Begegnung, dem Austausch von Mitarbeitern, der gegenseitigen Hilfe und Unterstützung, der Realisierung gemeinsamer Reformprojekte und der gemeinsamen Fortbildung dienen. Daneben regt sie gesellschaftspolitische Reformen zur Verbesserung der Versorgung psychisch Kranker in beiden Ländern an und wirkt beratend bei Forschungsvorhaben mit.