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Richtfest für neues Fachpflegeheim

Martina Nunnenmacher und Dr. Paul Lahode, duale Leitung Arbeit und Wohnen Donau-Riss, Architekt Matthias Diemer, Geschäftsführer Dr. Dieter Grupp und Regionaldirektor Christoph Vieten feierten beim Richtfest den gelungenen Baufortschritt. Foto: Elke Cambré

BAD SCHUSSENRIED - Das ZfP Südwürttemberg baut auf dem Gelände in Bad Schussenried ein neues Fachpflegeheim. Im Herbst 2020 soll der dreigeschossige Bau, der als Ersatz für das jetzige Abt-Siard-Haus dient, bezugsfertig sein. Mit einem Richtfest dankte das ZfP den beteiligten Firmen und Handwerkern.

Mit dem Abt-Siard-Haus zwischen Kloster und dem Albert-Uhl-Haus setzt das Psychiatriezentrum neue Qualitätsstandards in der Heimversorgung. „Das ZfP ist nicht nur in der Akutversorgung tätig, sondern fühlt sich auch für die Weiterbehandlung und Betreuung über den Klinikaufenthalt hinaus verantwortlich“, erklärte Geschäftsführer Dr. Dieter Grupp in seiner Ansprache. Das Fachpflegeheim ermögliche Menschen, die aufgrund einer schweren chronischen psychischen Erkrankung auf dauerhafte Betreuung angewiesen sind, ein selbstbestimmtes Leben und Teilhabe an der Gesellschaft. „Der Neubau ist ein Schritt in Richtung Zukunft, da er dazu beiträgt, die Versorgung psychisch kranker Menschen in der Region zu verbessern – dafür möchte ich allen Beteiligten einen großen Dank aussprechen“, so Grupp.

Für 90 künftige Bewohnerinnen und Bewohner stehen moderne Einzelzimmer zur Verfügung. „Somit bieten wir den chronisch psychisch kranken Menschen ein Höchstmaß an Wohnqualität und schaffen für die Mitarbeitenden ideale Arbeitsbedingungen“, freut sich Dr. Paul Lahode, der gemeinsam mit Martina Nunnenmacher den Geschäftsbereich Arbeit und Wohnen Donau-Riss leitet. Zudem setzt das ZfP mit dem Neubau die Anforderungen der Heimmindestbauverordnung voll um. Mit dem Entwurf des Gebäudes wurde die Sweco GmbH aus Berlin beauftragt, Architekt ist Matthias Diemer. Dabei wurde großen Wert auf die Integration des Neubaus in die bestehende Umgebung gelegt. So wurde bei der Gebäudehöhe darauf geachtet, unterhalb der Traufe des Klosters zu bleiben, die Fassade wurde bewusst zurückhaltend gestaltet, hochwertige Materialien und Naturtöne nehmen die historische Umgebung auf.

Den feierlichen Richtspruch gab Rudolf Ruf von der Firma Grüner und Mühlschlegel zum Besten. „Der Rohbau des Fachpflegeheims ist errichtet und gemacht, nun wird beim Richtfest gefeiert und gelacht“, dichtete der Hochbauleiter. Im Anschluss wurde eine festlich geschmückte Richtkrone in den Himmel gehisst. Das neue Fachpflegeheim wird drei Geschosse mit insgesamt sechs Wohngruppen beherbergen. Zwei Wohngruppen sind speziell auf die Bedürfnisse von Demenzkranken ausgerichtet und haben Zugang zu einem beschützten Garten. Auf jeder Ebene ist ein Wohnbereich mit Tagesräumen vorgesehen. Kurze Wege, optimale Belichtung und die Möglichkeit eines Rundweges innerhalb der Wohngruppe zeichnen das Konzept aus. Im Untergeschoss finden sich Umkleidebereiche, Ver- und Entsorgungsräume sowie Technikräume. Außerdem wird dort künftig die Tagesförderstätte zu finden sein. Diese umfasst 29 Plätze für psychisch kranke Menschen, die den Tag alleine nicht mehr strukturieren können. Angeboten werden hauswirtschaftliche Tätigkeiten, Arbeitstherapie, Ergotherapie und kreatives Gestalten.

Ein weiterer Pluspunkt für die Bewohnerinnen und Bewohner, die vom bisherigen Standort des Fachpflegeheims in der Aulendorfer Straße in die Stadtmitte ziehen, ist die zentrale Lage. „Die Wege für Einkäufe oder Behördengänge werden durch den Ortswechsel kürzer, somit wird die Teilhabe am sozialen Leben gefördert“, erklärt Martina Nunnenmacher. Ursprünglich war der Bezug schon für Ende 2019 vorgesehen, die Beschaffenheit des Geländes erforderte jedoch umfangreiche Tiefbauarbeiten, so dass der Bezugstermin nun auf 2020 verschoben wurde. Für den Neubau investiert das ZfP Südwürttemberg rund 16 Millionen Euro.