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Sozialminister Lucha in ehemaligem Klassenzimmer

Manne Lucha in seinem ehemaligen Klassenzimmer während der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger in im ZfP Südwürttemberg in Weissenau.

Sozialminister Manne Lucha hat vor 30 Jahren seine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger im ZfP Südwürttemberg in Weissenau absolviert. Die Examensklasse feierte gemeinsam am vergangenen Wochenende an ihrer damaligen Ausbildungsstätte ihr Jubiläum. Seit ihrem Abschluss hat sich in der Versorgung psychisch kranker Menschen viel verändert.

Als die Abschlussklasse rund um Sozialminister Manne Lucha 1988 ihren Abschluss in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule in Weissenau machte, war das heutige ZfP Südwürttemberg noch das Psychiatrische Landeskrankenhaus. Seitdem hat sich viel verändert: Besonders hervorheben lässt sich, dass sich die psychiatrische Versorgung von einer zentralen, stationären hin zu einer gemeindenahen und ambulanten entwickelt hat: „Durch Angebote wie die Psychiatrischen Institutsambulanzen, Gemeindepsychiatrische Zentren oder Aufsuchende Hilfen werden die Menschen direkt in ihrem sozialen Umfeld versorgt und sind nur noch bei einer akuten Krise in der Klinik“, erläuterte Dr. Dieter Grupp, Geschäftsführer des ZfP Südwürttemberg, in seinem Rückblick.

Lucha erinnert sich gern an die Ausbildungszeit zurück: „Wir waren wild, aber wir waren alle absolut davon überzeugt, dass wir durch unsere Arbeit einen wichtigen und richtigen Beitrag leisten.“ Zählte die Jubiläumsklasse noch um die 30 Auszubildenden, entscheiden sich heute immer weniger für die Ausbildung an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule. Dabei ist der Pflegeberuf einer der sichersten in einer stetig wachsenden Branche. Die Ausbildung ist vielfältig: Wer sich für Menschen, Gesundheit, Medizin und Psychiatrie sowie aktuelle gesellschaftliche und soziale Entwicklungen interessiert, ist in der dreijährigen Ausbildung gut aufgehoben. Außerdem finden die meisten Absolventinnen und Absolventen direkt beim ZfP Südwürttemberg nach ihrem Examen einen festen Arbeitsplatz. Der Kurs ist auch heute noch sehr zufrieden mit seiner Weissenauer Zeit: „Wir wurden dazu aufgefordert uns einzubringen, uns Gedanken zu machen und bestehende Strukturen zu hinterfragen. Die Ausbildungszeit hat uns in einem positiven Sinne geprägt – bis heute.“