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Spatenstich für Klinikneubau Biberach

Spatenstich für Klinikneubau

Mit einem symbolischen Spatenstich feierten Hans-Peter Elsässer-Gaißmaier, Pflegerische Leiter im ZfP, Andreas Braun vom Bauunternehmen GM Biberach, Finanzdezernent Ralf Miller, ZfP-Geschäftsführer Dr. Dieter Grupp, künftiger Chefarzt Prof. Dr. Roland Freudenmann, die Regionalleitung des ZfP Dr. Helmtraud Kantor und Christoph Vieten sowie die Architekten Niklas Mühlich und Berthold Braunger (v.l.n.r.) den Baubeginn.

Mit einem Spatenstich wurde der offizielle Baubeginn für die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Biberach gefeiert. Künftig vereint das ZfP Südwürttemberg dort verschiedene psychiatrische Hilfeangebote unter einem Dach. „Der Neubau bildet den Schlussstein unserer Strategie einer gemeindenahen Psychiatrie“, so ZfP-Geschäftsführer Dr. Dieter Grupp.

In einem Neubau am Hauderboschen Biberach bündelt das ZfP Südwürttemberg ab Ende 2020 verschiedene Angebote unter einem Dach. Dafür werden 27 Millionen Euro investiert. „Mit dieser Behandlungseinheit sind wir mitten in der Gemeinde und für viele Menschen somit besser erreichbar“, erkläret Dr. Helmtraud Kantor, die als Regionaldirektorin des ZfP die Versorgung in der Region Donau-Riss mitgestaltet. Zusätzlich zu einer Station für Allgemeinpsychiatrie und einer Station für Alterspsychiatrie mit dem Schwerpunkt Demenzerkrankungen finden sich in dem Gebäude künftig eine psychiatrische Tagesklinik, eine Psychiatrische Institutsambulanz sowie ein Medizinisches Versorgungszentrum.

„Menschen mit psychischen Erkrankungen tragen immer ein Risiko, an den Rand der Gesellschaft gedrängt zu werden. Hier in Biberach wird Psychiatrie nur ein Teil des Gesundheitscampus und somit zu einem Stück Normalität“, freute sich ZfP-Geschäftsführer Grupp. Ein großer Vorteil des neuen Standortes sei zudem die Nähe zur Körpermedizin. Die psychiatrische Klinik ist über einen Verbindungsgang direkt an das Sana-Klinikum angegliedert. „Besonders für Patientinnen und Patienten der Alterspsychiatrie ist die direkte Nähe zur somatischen Medizin und verschiedenen Fachdisziplinen ein Qualitätsgewinn in der Behandlung“, betonte Christoph Vieten, Leiter des Zentralbereichs Arbeit und Wohnen. Und auch die Patienten im Allgemeinkrankenhaus profitieren von der psychiatrischen Kompetenz in Form von Konsil- und Liaisondiensten.

Der Finanzdezernent des Landkreises, Ralf Miller, überbrachte Grüße von Landrat Dr. Heiko Schmid, der kurzfristig verhindert war. „Hier wächst zusammen, was zusammengehört“, sagte Miller. Unter medizinischen Gesichtspunkten sei es wichtig, psychiatrische und somatische Angebote zusammenzuführen. Baubürgermeister Christian Kuhlmann sprach dem ZfP seine Anerkennung aus: Früher seien psychische Erkrankungen tabuisiert worden, durch die Initiative des ZfP wird Psychiatrie nun zu einem festen Bestandteil des nachbarschaftlichen Umfelds. Gemeinsam mit dem entstehenden Wohngebiet bildet der Gesundheitscampus künftig einen lebendigen Stadtteil.

Der Planungsauftrag für den ZfP-Neubau erhielt die Arbeitsgemeinschaft „dieulmer“, bestehend aus den Ulmer Architekturbüros Mühlich, Fink und Partner sowie Braunger Wörtz. Architekt Niklas Mühlich erklärte, welcher Grundsatz dem Konzept zugrunde liegt. Unter dem Leitthema „Bauen für Menschen“ entstehen Räume, die mithelfen, sprich: die Therapie unterstützen. Dazu gehören beispielsweise ausreichend Raum für Rückzugsmöglichkeiten aber auch klare Strukturen, die Orientierung bieten. Die Klinik umfasst insgesamt 3 Ebenen. Im Untergeschoss finden sich Funktionsräume für Sport-, Bewegungs- und Ergotherapie. Das Erdgeschoss, das über einen großzügigen Eingangsbereich zugänglich ist, umfasst die Tagesklinik und ambulanten Angebote. Darüber liegen die beiden Stationen. Die Patientenzimmer gruppieren sich um Funktionsräume und sind alle nach außen gerichtet, so kann viel Licht hineinfallen. Sobald der Neubau fertiggestellt ist, werden die Tagesklinik, die das ZfP derzeit im Biberacher Mühlweg betreibt, sowie die Psychiatrische Ambulanz und das Medizinische Versorgungszentrum am Berliner Hof einziehen. Die beiden Stationen werden vom Standort Bad Schussenried nach Biberach ausgelagert.