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Studie zur Personalausstattung in Psychiatrie

Dr. Dieter Grupp, Geschäftsführer des ZfP Südwürttemberg, und Prof. Dr. Hans-Ulrich Wittchen von der Technischen Universität Dresden wollen durch die bundesweite Studie aktuelle Zahlen für die Personalausstattung in psychiatrischen Einrichtungen erheben.

Um einen aktuellen und realistischen Ist-Zustand der Personalausstattung in psychiatrischen Krankenhäusern zu erhalten, beteiligt sich das ZfP Südwürttemberg an einer bundesweiten Studie. Die gewonnenen Daten dienen als Orientierung für die Verabschiedung neuer Richtlinien hinsichtlich einer verbesserten Personalausstattung in psychiatrischen Krankenhäusern.

 „Die Aufgabe der Psychiatrien ist die optimaler Versorgung der Patientinnen und Patienten“, so  Dr. Dieter Grupp, Geschäftsführer des ZfP Südwürttemberg, zum Auftakt der Studie am vergangenen Montag. Um diese gewährleisten können, spielt die Personalausstattung eine wichtige Rolle. Daher beteiligt sich das ZfP an der bundesweiten Studie „Personalausstattung in Psychiatrie und Psychosomatik“: „Wir wollen eine gute Basis erarbeiten, auf der die Weiterentwicklung der Personalabmessung für die Psychiatrie erfolgen soll“, so Grupp.

Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) führen Prof. Dr. Hans-Ulrich Wittchen von der Technischen Universität Dresden und sein Team die Studie durch: „Dabei geht es primär um Qualitätssicherung, das heißt um eine bessere Versorgung der Patientinnen und Patienten“, so Wittchen, „und nicht um finanzielle Fragestellungen.“ Zwischen dem 22. und 26. Januar besuchen die Teams insgesamt 6 Stationen des ZfP in Bad Schussenried und Weissenau und befragen die Mitarbeitenden zu ihren Aufgaben. Zudem werden Smartphones verteilt, in die einmal stündlich die aktuelle Tätigkeit eingetragen wird. Weitere Fragebögen zu allgemeinen Daten der Einrichtung sowie den behandelten Krankheitsbildern liefern ein differenziertes Bild des befragten Krankenhauses. Dabei werden alle Daten selbstverständlich anonymisiert verarbeitet.

Die Vorgaben für den therapeutischen, ärztlichen und pflegerischen Personalbedarf  waren bisher in der veralteten Psychiatrie-Personalverordnung (Psych-PV) geregelt. Um den aktuellen Anforderungen einer bestmöglichen Versorgung gerecht zu werden, erarbeitet der G-BA neue Mindestanforderungen für die Personalausstattung in Psychiatrien. Als Orientierung für die neuen Richtlinien dienen unter anderem auch die im ZfP erhobenen Studiendaten. Die neuen Richtlinien sollen am 1. Januar 2020 in Kraft treten.