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Tiefe Spuren und große Fußstapfen

Jedes Küchenteammitglied Helmut Welte eine Rose: Eine langwährende Übergabe mit noch länger anhaltenden Umarmungen.

„Ein Koch aus Leidenschaft, immer vornedran und mit Herzblut, Begeisterung und Volldampf dabei, lieferte stets gute Qualität und ein Essen, das allen schmeckt. Er hinterlässt eine picobello geführte Küche und hat das ZfP immer bestens repräsentiert - Die Zeit mit ihm war wundervoll.“ Lobende Worte fanden Kolleginnen und Kollegen für den Schussenrieder Küchenleiter des ZfP Südwürttemberg Helmut Welte, der sich nun in den Ruhestand verabschiedete. Eines wurde bei seiner Abschiedsfeier deutlich: Nach 40 Jahren im ZfP hinterlässt Welte tiefe Spuren und große Fußstapfen.

„Es ist nicht einfach Worte für das zu finden, was ich fühle“, offenbarte Helmut Welte bei seiner Abschiedsfeier im Personalcasino Bad Schussenried seinen Gästen. Auch für seine Kolleginnen und Kollegen war es kein leichter Abschied. Für Guido Winzenried, Leiter der Wirtschaftsabteilung des ZfP, sei Welte immer ein wichtiger Ansprechpartner gewesen. „Er war immer vornedran und konnte seine Fähigkeiten gut zur Geltung bringen“. Die ZfP-Küche habe sich mit der Zeit nach außen geöffnet. Und mit Welte als „Markenbotschafter“ für gute und ordentliche Gastronomie gestanden. „Es war ihm ein ständiges Anliegen gute Qualität bei den Essen zu bieten.“ Winzenried sprach dem Küchenleiter seinen Dank aus. „Helmut Welte hinterlässt tiefe Spuren und große Fußstapfen“, verdeutlichte er. „Immer wenn Welte etwas macht, macht er es mit Herzblut und Begeisterung.“ So wie den alljährlichen Gourmetabend bei den Kulturtagen des ZfP, der durchweg begeistert und immer ausverkauft ist.

Weltes Ruhestand sei bis zuletzt weit weg gewesen, begann Lars Weirauch, der stv. Leiter der Wirtschaftsabteilung, seine Rede. „Das liegt bestimmt daran, dass man sich eine Küche Schussenried ohne einen Herrn Welte nicht vorstellen kann. Aber auch daran, dass Sie bis zuletzt mit Volldampf dabei waren.“ Besondere Momente seien auch die unzähligen Events gewesen: Die Gourmetabende, die Köche-Ball-Einsätze, große Feierlichkeiten des ZfP, wie der Tag der offenen Tür, der Neujahrsempfang und gewichtige Tagungen. Ebenso wie die Caterings für Gäste von Außerhalb. Weirauch betonte: „Ein Koch aus Leidenschaft halt, der das ZfP bestens repräsentiert hat.“

Weirauch ging auch auf Weltes zweite private Leidenschaft ein – dem Singen. Auch hier sei Welte nicht nur dabei, sondern vorne dran - im Vorsitz des Männergesangsverein Steinhausen-Muttensweiler. Zum Schluss wendete sich Weirauch noch einmal direkt an den Küchenchef: „Es gibt Menschen, die sind aus unvergesslichem Eisen geschmiedet: Authentische Personen, die unser Leben oder Arbeiten in ein Vorher und ein Nachher unterteilen. Und diese Menschen hinterlassen Spuren und keine Narben. So wie Sie.“

Für Rührung sorgte auch der Gesang von Wolfsmusik. Neben zwei Weihnachtsliedern gaben die Sängerinnen und Sänger ein für Welte getextetes Lied zum Besten: „Die Zeit mit dir war wundervoll“. Eines durfte bei dem Abschied eines Küchenchefs natürlich nicht fehlen: Ein Buffet mit leckeren warmen Speisen und süßes Gebäck.

Zwischendurch meldete sich Helmut Welte immer wieder zu Wort. So auch um sich bei all seinen Wegbegleitern zu bedanken. Unter anderem bei seiner „Küchen-Mannschaft“. „Es ist enorm, was die leisten“, versicherte er den Gästen. Welte stellte auch seinen Nachfolger Anton Eisele vor, der zuvor als Küchenleiter im ZfP Zwiefalten tätig war. „Eisele war für uns ein Glücksfall“, betonte Welte. „Ich bin mir sicher, er bringt die Fähigkeiten mit.“ Für die neue Aufgabe wünschte er seinem Nachfolger Glück, Ausdauer und Schaffenskraft. Eisele kommentierte: „Helmut Welte hinterlässt eine picobello geführte Küche.“ Der neue Küchenchef sorgte gleich für einige Lacher: Er freue sich schon jetzt „auf Helmut beim Pensionärstreffen“.