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Warnstreiks im ZfP Südwürttemberg

Mit einem ganztägigen Warnstreik untermauern die Beschäftigten des ZfP Südwürttemberg ihre Forderungen.

Die Mitarbeitenden der Zentren für Psychiatrie fordern mehr Gehalt. Verdi hat landesweit zu Protesten aufgerufen. Auch die Mitarbeitenden des ZfP Südwürttemberg legen die Arbeit nieder.

Am vergangenen Freitag wurde der ZfP-Standort Zwiefalten bestreikt, am Mittwoch und am kommenden Montag wird die Arbeit am Standort Bad Schussenried niedergelegt. Für nächste Woche ist außerdem ein Streik am Standort Weissenau geplant. Auch die Außenstellen wie beispielsweise Aulendorf, Biberach oder Ehingen sind betroffen. Mit diesen Aktionen wollen die Beschäftigten ihren Forderungen Gewicht verleihen. Sie verlangen eine Erhöhung der Tabellenentgelte um sechs Prozent, mindestens jedoch um 200 Euro monatlich. Auch Auszubildende sollen künftig besser verdienen.

„Wir setzen uns seit Jahren gemeinsam mit Personalrat und Gewerkschaft für eine Verbesserung der Psychiatriefinanzierung ein“, betont Geschäftsführer Dr. Dieter Grupp, der die Forderungen nach einer besseren Vergütung für die Beschäftigten unterstützt. „Gleichzeitig hat die Patientenversorgung alleroberste Priorität, der laufende Betrieb muss daher weitergehen“. Um dies sicherzustellen, will das ZfP an den bestreikten Standorten Notdienstvereinbarungen abschließen

Dr. Dieter Grupp geht davon aus, dass die Streikmaßnahmen trotzdem deutlich spürbar sein werden. „Es wird einige Zeit dauern, bis sich der Betrieb wieder normalisiert hat“, so der Geschäftsführer. Zu den Warnstreiks hat die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. Nach Angaben der Gewerkschaft liegen die Entgelte für Beschäftigte der Länder, also auch die der ZfP-Mitarbeitenden, rund sechs Prozent unterhalb derer von Kommunalbeschäftigten. Bei Pflegekräften sei der Abstand noch größer, so Verdi. Am 28. Februar wird weiterverhandelt.