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Weissenauer Förderverein unterstützt Jugendpsychiatrie

Erlebnistherapeut Claus Mayer und Chefärztin Prof. Dr. Renate Schepker von der Kinder- und Jugendpsychiatrie freuen sich über die Unterstützung von Gudrun Dangel, Heike Engelhardt, Erik Nordmann und Suso Rodriguez vom Weissenauer Förderverein „Villa Kunterbunt“.

Seit 21 Jahren besteht der Förderverein der Weissenauer Kinder- und Jugendpsychiatrie „Villa Kunterbunt“. Er unterstützt Kinder aus einkommensschwachen Familien und finanziert Therapieangebote, deren Kosten über Pflegesätze nicht abgedeckt werden können.

Der Verein „Villa Kunterbunt“ arbeitet im Hintergrund aber sehr effektiv. Diese Unterstützung, etwa in Form eines kleinen Taschengeldes für die Patientinnen und Patienten, ist hoch willkommen, sprach Chefärztin Professor Dr. Renate Schepker von der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters des ZfP Südwürttemberg in Weissenau ihren Dank an die Aktiven aus.

Bei ihrer Jahreshauptversammlung zogen die Anwesenden eine positive Bilanz. Kassiererin Gudrun Dangel betonte: „Unser Verein ist gut aufgestellt und verfügt nicht zuletzt dank Spenden über die nötigen Reserven für seine Arbeit.“ Vorsitzender Suso Rodriguez und seine Stellvertreterin Heike Engelhardt legen Wert darauf, dass die Finanzmittel zweckbestimmt eingesetzt werden.

Die Vereinsgelder werden vor allem für Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen sowie und aus unterstützungsbedürftigen Familien verwendet. Die Kinder und Jugendlichen erhalten auf Antrag für die Zeit ihrer stationären Behandlung in Weissenau Geld für Heimfahrten zur Familie, nötige Kleidung oder eben ein kleines Taschengeld.

Darüber hinaus unterstützt der Verein zusätzliche Therapieangebote, die durch die Regelfinanzierung nicht abgedeckt werden. So wurden in der Vergangenheit Ausrüstungsgegenstände für erlebnispädagogische Projekte wie Klettern oder Bogenschießen angeschafft. Unterstützt wurden auch therapeutische Ferienprojekte wie beispielsweise kreative Theaterarbeit mit Jugendlichen im Drogenentzug oder Indianertage mit Kindern. Außerdem ermöglicht „Villa Kunterbunt“ den Stationen, Geburtstage oder Weihnachten zu feiern mit kleinen Geschenken.

Verstärkt wird die Zuwendung des Vereins derzeit von der kinder- und jugendpsychosomatischen Station in Anspruch genommen, die das ZfP in Kooperation mit der Kinderklinik an der Oberschwabenklinik betreibt. „Anteilig unterstützen wir gern und unbürokratisch auch zusätzliche, spezielle Untersuchungen“, stellte der Vorsitzende Suso Rodriguez klar.

Im kommenden Jahr steht die Instandhaltung des Hochseilgartens in Weissenau an, bei dessen Betrieb der Verein die Abteilung unterstützt. Nach zehn Jahren gilt es routinemäßig einige Masten auszutauschen. Einstimmig sprachen sich die Mitglieder dafür aus, dieses erlebnistherapeutische Projekt, das auch von Ravensburger Schulklassen und Jugendgruppen in Anspruch genommen wird, auch weiterhin zu begleiten.