Facetten
Blog /
© ZfP
7 Strategien gegen Angst: Das kann ich tun
7 Bewältigungsstrategien gegen Angst
1. Ängste akzeptieren und darüber sprechen
Sich seine Ängste einzugestehen, sie anzunehmen und offen über sie zu reden, können erste hilfreiche Schritte auf dem Weg zur Besserung sein. Außenstehende sollten Betroffene ernst nehmen, ihnen verständnisvoll zuhören und die Ängste nicht bagatellisieren oder relativieren.
2. Sozialer Anschluss
In Gemeinschaft zu bleiben anstatt sich zurückzuziehen kann bei Angst erst einmal herausfordernd sein. Bei Depressionen mit Ängsten oder sozialen Phobien verstärkt sozialer Rückzug die Symptome oftmals. Deshalb ist es wichtig, weiter Menschen zu treffen – mit ihnen zu sprechen oder sich Freunden oder Familie anzuvertrauen, um Entlastung zu finden und auf andere Gedanken kommen zu können.
3. Sport und Bewegung
Sport oder moderate Bewegung können angstlösend wirken. Zudem stärkt Bewegung die eigene Körperwahrnehmung und senkt das Stressniveau. Wenn Angst den Atem stocken lässt, kann bewusste Atmung zum Rettungsanker werden. Yoga setzt dabei auf spezielle Atemübungen, die das Nervensystem innerhalb weniger Minuten beruhigen sollen.
4. Aromaanwendungen
Über den Geruchssinn, die Haut und Atemwege können ätherische Öle aufgenommen werden und können dadurch auf das Nervensystem positiv wirken: Anspannung und Unruhe können abfallen. Welches Öl zum Einsatz kommen und wirken kann, ist individuell.
5. Ressourcenorientiert denken
Jeder Mensch bringt Stärken und Fähigkeiten mit, an die man in akuten Angstsituationen oft selbst nicht mehr glaubt. Wenn man sich jedoch darauf fokussiert, was man kann, anstatt die Schwäche zu sehen, verbessert sich das eigene Selbstbild. Zudem stärken Erlebnisse von Selbstüberwindung das Selbstbewusstsein.
6. Kontakt mit Tieren
Der Kontakt zu und das Streicheln von Tieren senkt nachweislich Angstzustände und Unruhe, das Herz-Kreislauf-System wird beruhigt. Tiere können Vertrauen fördern, Stress reduzieren und Blockaden lösen. Die Verantwortung für ein Tier fördert das Selbstwertgefühl, zudem bieten Haustiere Halt in schwierigen Zeiten.
7. Nach vorne blicken
Rückschläge gehören bei Ängsten oft dazu und können Betroffene belasten oder demotivieren. Rückschläge sind jedoch keine Schwäche. Sie bieten auch die Chance, die vorhandenen Bewältigungsstrategien zu festigen und langfristig sicherer mit der Angst umzugehen.

© ZfP

© ZfP
Zusammenfassung
Was einem selbst gut tut und gegen Ängste hilft, müssen Betroffene individuell ausprobieren. Verschiedene Strategien wie mehr Bewegung, raus in die Gesellschaft gehen und mehr an sich und die eigenen Fähigkeiten zu glauben, kann auf dem Weg der Angstbewältigung helfen – und den Alltag wieder handhabbarer machen.
Das könnte Sie auch interessieren
Ist meine Angst noch normal?
Wenn das alltägliche Leben und die Lebensqualität stark eingeschränkt sind, kann das auf eine Angststörung hinweisen.
Welche Arten von Angststörungen gibt es? Die 3 häufigsten
Bei Angststörungen gibt es verschiedene Arten. Die 3 häufigsten: Phobien, Generalisierte Angststörung und Panikstörung.
Praktische Tipps und Übungen gegen die Panik
Kälte, intensive Geschmackserlebnisse und Atemübungen – das und mehr hilft Betroffenen bei einer akuten Panikattacke.


