Auf einem Weg zwischen Wiesen laufen zwei Frauen nebeneinander. Sie sind von hinten abgebildet. Zwischen ihnen läuft ein weißer Hund an der Leine. Im Hintergrund sind Bäume neben dem Weg.

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7 Strategien gegen Angst: Das kann ich tun

Angst kann den Alltag erschweren. Damit die Lebensführung wieder leichter gelingt, kann jede und jeder selbst etwas im Alltag dafür tun. „Angstbewältigung im Alltag kann auf unterschiedliche Weise erfolgen“, erklärt Martina Nunnenmacher, Regionale Geschäftsbereichsleiterin Donau-Riss im ZfP Südwürttemberg. Hier könnten verschiedene Strategien geeignet sein – je nach den individuellen Bedürfnissen und Lebenskontexten.
26.03.2026
Elke Cambré

7 Bewältigungsstrategien gegen Angst

1. Ängste akzeptieren und darüber sprechen

Sich seine Ängste einzugestehen, sie anzunehmen und offen über sie zu reden, können erste hilfreiche Schritte auf dem Weg zur Besserung sein. Außenstehende sollten Betroffene ernst nehmen, ihnen verständnisvoll zuhören und die Ängste nicht bagatellisieren oder relativieren.

2. Sozialer Anschluss

In Gemeinschaft zu bleiben anstatt sich zurückzuziehen kann bei Angst erst einmal herausfordernd sein. Bei Depressionen mit Ängsten oder sozialen Phobien verstärkt sozialer Rückzug die Symptome oftmals. Deshalb ist es wichtig, weiter Menschen zu treffen – mit ihnen zu sprechen oder sich Freunden oder Familie anzuvertrauen, um Entlastung zu finden und auf andere Gedanken kommen zu können.

3. Sport und Bewegung

Sport oder moderate Bewegung können angstlösend wirken. Zudem stärkt Bewegung die eigene Körperwahrnehmung und senkt das Stressniveau. Wenn Angst den Atem stocken lässt, kann bewusste Atmung zum Rettungsanker werden. Yoga setzt dabei auf spezielle Atemübungen, die das Nervensystem innerhalb weniger Minuten beruhigen sollen.

4. Aromaanwendungen

Über den Geruchssinn, die Haut und Atemwege können ätherische Öle aufgenommen werden und können dadurch auf das Nervensystem positiv wirken: Anspannung und Unruhe können abfallen. Welches Öl zum Einsatz kommen und wirken kann, ist individuell.

5. Ressourcenorientiert denken

Jeder Mensch bringt Stärken und Fähigkeiten mit, an die man in akuten Angstsituationen oft selbst nicht mehr glaubt. Wenn man sich jedoch darauf fokussiert, was man kann, anstatt die Schwäche zu sehen, verbessert sich das eigene Selbstbild. Zudem stärken Erlebnisse von Selbstüberwindung das Selbstbewusstsein.

6. Kontakt mit Tieren

Der Kontakt zu und das Streicheln von Tieren senkt nachweislich Angstzustände und Unruhe, das Herz-Kreislauf-System wird beruhigt. Tiere können Vertrauen fördern, Stress reduzieren und Blockaden lösen. Die Verantwortung für ein Tier fördert das Selbstwertgefühl, zudem bieten Haustiere Halt in schwierigen Zeiten.

7. Nach vorne blicken

Rückschläge gehören bei Ängsten oft dazu und können Betroffene belasten oder demotivieren. Rückschläge sind jedoch keine Schwäche. Sie bieten auch die Chance, die vorhandenen Bewältigungsstrategien zu festigen und langfristig sicherer mit der Angst umzugehen.

In einer Turnhalle liegt auf einer roten Sportmatte eine junge Frau mit grüner Sportjacke. Sie hält mit den Händen ihr linkes Knie und das Bein nach oben.

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Eine Hand hält links einen Tupfer, die Hand rechts hält ein Glasfläschchen Aromaöl über den Wattetupfer. Im Hintergrund ist ein Tablett mit verschiedenen Sachen wie Glasfläschchen drauf.

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Zusammenfassung

Was einem selbst gut tut und gegen Ängste hilft, müssen Betroffene individuell ausprobieren. Verschiedene Strategien wie mehr Bewegung, raus in die Gesellschaft gehen und mehr an sich und die eigenen Fähigkeiten zu glauben, kann auf dem Weg der Angstbewältigung helfen – und den Alltag wieder handhabbarer machen.

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