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Klinik für Forensische Psychiatrie

Das ZfP Südwürttemberg nimmt Aufgaben des Maßregelvollzugs im Land Baden-Württemberg wahr. In der Forensischen Psychiatrie werden psychisch kranke oder gestörte sowie abhängigkeitskranke Rechtsbrecher behandelt. Der gesetzliche Auftrag lautet „Besserung und Sicherung“. Entsprechend diesem Auftrag erfüllen die Kliniken für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie zwei wichtige Aufgaben: Einerseits haben die untergebrachten Patientinnen und Patienten einen Anspruch darauf, dass ihre psychische Krankheit oder Störung angemessen behandelt wird. Andererseits hat die Gesellschaft ein Recht darauf, vor den untergebrachten psychisch kranken Straftätern geschützt zu werden. Jede Behandlung findet daher im Spannungsfeld zwischen gesetzlich bestimmtem Therapieauftrag und den Sicherheitsbedürfnissen der Bevölkerung statt.

Spezifische Behandlungskonzepte in geschütztem Rahmen

Sicherheit wird nicht nur durch bauliche Maßnahmen, sondern auch durch Behandlung geschaffen. Die untergebrachten Patienten leiden unter verschiedenen Störungen, deshalb gibt es Stationen mit unterschiedlichen Behandlungskonzepten.

Bei Patienten mit psychotischen Störungen stehen medikamentöse Behandlung, soziales Training, Psychoedukation – nicht zuletzt zur Verbesserung der Krankheitseinsicht – und Rehabilitationsmaßnahmen im Vordergrund. Patienten mit Persönlichkeitsstörungen oder Lernbehinderungen erhalten Einzel-, Gruppen- und Milieutherapie sowie eine individuell gestaltete Tagesstruktur und Training von Selbstständigkeit. Bei der relativ kleinen Gruppe von Sexualstraftätern gehören zusätzlich medikamentöse Behandlung und thematische Gruppenarbeit zum Therapieprogramm.