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Depressionen vorbeugen - das kann ich tun
Depressionsspezialist Dr. Berthold Müller betont: „Jede:r kann mit einfachen Maßnahmen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass er oder sie psychisch gesund bleibt.“
Egal ob psychisch gesunde Personen oder Personen mit Depressionserfahrung – wer die eigenen Bedürfnisse und Belastungsgrenzen kennt und achtsam mit sich selbst umgeht, hat schon wichtige Orientierungshilfen, um präventive Maßnahmen in den Alltag einzubauen. Die richtige und ganz individuelle Balance zu finden, so der Psychotherapeut, sei bei der Umsetzung das Wichtigste. „Ernährung, Achtsamkeit, Bewegung – wir wissen am besten, was davon und in welchem Maße uns gut tut.“
6 Tipps für den Alltag, um psychisch gesund zu bleiben
Schlafen Sie ausreichend
Genügend und erholsam zu schlafen bedeutet, dass wir leistungsfähig und gesund bleiben. Von festen Schlafenszeiten profitieren nicht nur Gehirn und Konzentration, sondern auch das Immunsystem.
Pflegen Sie Freundschaften
Ein Abend in geselliger Runde, zu zweit einen Kaffee trinken gehen oder ein gutes Gespräch – all das lässt uns abschalten, Kraft tanken und gibt Halt.
Bewegen Sie sich
Es muss keine neue Sportart oder das teure Fitnessstudio sein. Ein kleiner Spaziergang oder öfters das Rad zu nehmen, ist oft schon ein erster Schritt. Regelmäßige Bewegung wirkt sich nachweislich positiv auf unsere Stimmung und Gesundheit aus.
Achten Sie auf eine gesunde Ernährung
Neben Obst und Gemüse gehören auch Hülsenfrüchte und Nüsse zu einer ausgewogenen Ernährung. Sie senken das Risiko für Depressionen und wirken stimmungsstabilisierend. Für das Feierabendbier, Fast Food oder die Lieblingsschokolade gilt die Devise: in Maßen.
Bleiben Sie aktiv
Hobbys und Aktivitäten halten uns nicht nur körperlich, sondern auch geistig fit und fordern uns heraus. Am besten erholen wir uns bei angenehmen Beschäftigungen. Dabei hilft, immer mal wieder innezuhalten und sich zu fragen: Wie viel Aktivität tut mir gut?

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Achtsam durch den Alltag
Generell gilt, mit Achtsamkeit und Reflektion durch den Alltag zu gehen. Finde ich genug Zeit für mich? Wann bin ich für mich wichtig? Auch die Rückmeldungen Außensteher sind wertvoll. Fällt anderen vielleicht auf, dass ich meine Hobbys vernachlässige und mich zurückziehe? Merke ich, dass ich wiederholt negative Gedanken wälze und viel grüble? „Nehmen Sie das als Warnsignal, sich wieder mehr mit Ihrem Wohlbefinden zu beschäftigten oder sich frühzeitig Hilfe zu suchen“, rät der Depressionsexperte.
Zusammenfassung
Um etwas für die psychische Gesundheit zu tun, können wir uns an verschiedenen Faktoren wie Lebensrhythmus und Achtsamkeit orientieren. Wichtig ist dabei, eine individuelle Balance zu finden und eigene Bedürfnisse und Grenzen regelmäßig zu reflektieren.
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