In einer Reithalle steht ein weißes Pferd. Rechts hält eine Frau im blauen Mantel das Pferd an einem Strick fest. Links im Bild steht eine Frau in roter Jacke. Sie steht neben dem Pferd und bürstet sein Fell.

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Was bringt tiergestützte Therapie? 5 interessante Fakten

Tiergestützte Therapien bezeichnen erfolgversprechende Behandlungsmethoden. Sie können auch zur Linderung von Symptomen bei psychischen Erkrankungen wie etwa bei Depressionen eingesetzt werden. Besonders eignen sich hierfür Hunde, Pferde und Schafe. Es gibt aber auch Therapieangebote mit Katzen, Hühnern oder Delfinen und weiteren. Der Umgang mit den Tieren kann dabei nicht nur Spaß machen, sondern auch wichtige und hilfreiche Effekte erzielen.
16.12.2025
Elke Cambré

5 interessante Fakten

1. Ängste und Unruhe reduzieren

Sich nur um das Tier kümmern zu müssen und sich auf die Situation einzulassen, während man an nichts anderes denken muss – das kann entspannend, angstlösend und beruhigend sein.

2. Achtsamkeit

Viele Tiere, insbesondere Schafe und Pferde sind sehr sensibel und haben feine Sinnesorgane, daher ist Achtsamkeit im Umgang mit ihnen notwendig. Die Signale, die ein Tier sendet, sind authentisch. Die Aufmerksamkeit nur auf das Tier zu lenken und fokussiert zu bleiben, ist für Menschen mit psychischen Störungen oft eine gute Übung für ein tiefes und inniges Erleben.

3. Verbesserte Selbstwirksamkeit

Den Tieren etwas beibringen zu können, stärkt das Selbstbewusstsein. Menschen mit psychischen Störungen können durch den Umgang mit Tieren Gefühle bewusster wahrnehmen, positive Emotionen erst aufbauen oder Unsicherheiten besser reflektieren.

4. Verständnisvolle und vertrautere Beziehungen

Ein sehr häufig zu beobachtender positiver Effekt der Therapie mit Tieren ist eine Veränderung in der Beziehungsgestaltung. Sowohl das Verhältnis der Patient:innen untereinander wie auch die Beziehung zu den Behandelnden verändern sich oft hin zu einem Gemeinschaftsgefühl, zu Verständnis und Vertrauen.

5. Wissenschaftlich bestätigt

Die positive Wirkung von Tieren auf den Menschen ist wissenschaftlich vielfältig belegt. Und auch der Einsatz von Tieren zur Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen liefert positive Ergebnisse in mehreren Studien, die auch im ZfP Südwürttemberg durchgeführt wurden. Auch noch eine Woche nach der tiergestützten Intervention ließ sich die positive Wirkung der Tiere bei den Teilnehmenden messen.

Auf einem Steinboden liegt eine weiße Katze mit braunen Ohren. Von links kniet eine Person am Boden und streichelt die Katze. Rechts grenzt eine Wiese an.

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Zwischen den Latten eines Holzzauns schaut ein Schaf neugierig hindurch. Im Hintergrund ist eine Wiese, am Zaun lehnen rechts ein paar Personen.

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Tiere können heilsam sein

Tiere können nicht nur treue Begleiter im privaten Setting sein, sondern auch hilfreiche Therapiepartner. So kann die Therapiemethode beispielsweise bei Depressionen helfen. Der Kontakt mit den Tieren kann für die Behandelten viele positive Effekte erzielen: Unruhe und Ängste reduzieren, das Selbstbewusstsein stärken, die Selbstwirksamkeit verbessern oder auch positive Gefühle erlebbar machen – das ist sogar durch Studien nachgewiesen.

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