über einen sehr breiten Zebrastreifen laufen sehr viele Menschen. Sie sind nur unscharf abgebildet.

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Welche Arten von Angststörungen gibt es? Die 3 häufigsten

Angst ist nicht gleich Angst – unter den Angststörungen gibt es verschiedene Arten. Alle haben gemeinsam: Betroffene fühlen sich unterschiedlich in ihrer Lebensführung belastet.
26.02.2026
Elke Cambré

„Ein wichtiges Merkmal einer Angststörung ist es, wenn der Leidensdruck das alltägliche Leben einschränkt“, erklärt Jonas Pregitzer, Diplom-Psychologe am ZfP-Standort Biberach. Angsterkrankungen sind in der Gesellschaft weit verbreitet und können sich auf Bereiche, Situationen oder Gegenstände beziehen – während diese für andere Menschen unproblematisch und nicht angstauslösend sind.

Diese 3 Angst-Arten sind die häufigsten:

1. Phobische Ängste/ Phobien

Bei phobischen Ängsten besteht die Angst vor Situationen oder Objekten, die außerhalb der Person liegen. Am häufigsten kommt in Deutschland die Angst vor Spinnen und anderen Krabbeltieren vor – bis zu 28 Prozent der Deutschen haben diese spezifische Phobie. Ungefähr 4 % der Erwachsenen in Deutschland sind von einer Agoraphobie, der Platzangst, betroffen. Das sind rund 3,2 Millionen Menschen.

2. Generalisierte Angststörung (GAS)

Die Angst ist nicht an Objekte oder Situationen gebunden, sondern wird zum ständigen Begleiter: Betroffene machen sich ständig Sorgen und grübeln, obwohl kein plausibler Grund vorliegt. Betroffene haben oftmals einen sehr hohen Leidensdruck und spüren durch die dauerhafte Anspannung auch körperliche Symptome. Das kann von Zittern oder Atemnot über Schwindel bis hin zu Angst vor einer Ohnmacht reichen.

3. Panikstörung

Wiederkehrende Panikattacken aus dem Nichts: Es kommt zu plötzlichen und unerwarteten Panikattacken mit Symptomen wie Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Angst vor Herzinfarkt, Schlaganfall oder Kontrollverlust. Die körperlichen Symptome stehen im Vordergrund und führen dazu, dass Betroffene zunächst an eine körperliche Erkrankung denken. Oft schränken betroffene Menschen ihren sozialen Radius immer mehr ein und ein Großteil entwickelt zusätzlich eine Depression.

Drei Menschen laufen nebeneinander auf einer Straße. zwei von ihnen halten einen Regenschirm. Die Personen sind von hinten abgebildet.

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Zusammenfassung

Ängste zu haben, ist menschlich. Angsterkrankungen sind in der Bevölkerung sehr stark verbreitet und gehören laut Studien zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Die meisten Menschen in Deutschland haben eine spezifische Phobie, beispielsweise die Platzangst. Weitere häufige Arten von Angststörungen sind die Generalisierte Angststörung (GAS) und die Panikstörung. Wenn man an seiner Angst arbeitet, kann sie gut behandelbar sein.

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