Nahaufnahme von Beinen mit heller Jeans und weißen Sneakern auf Asphalt.

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© africa images via Canva

Zurück in ein drogenfreies Leben

Simon* war abhängig von Cannabis und Spice und dealte am Ende selbst. Auf der Station clean.kick des ZfP Südwürttemberg schaffte es der 18-Jährige, seine Suchterkrankung hinter sich zu lassen.
07.04.2026
Nicola Netzer

Seine Kindheit beschreibt er trotz getrennter Eltern als sehr behütet. Mit Simon und seinem Bruder sind die Eltern immer viel gereist. Der Gymnasiast war ein beliebter Schüler, dem die Schule keine Probleme bereitete. Seine Suchtgeschichte begann, so sagt er rückblickend, als er mit 13 die falschen Freunde traf. 

* Name von der Redaktion geändert

Simons Suchtgeschichte

Der erste Joint

„Auf Zigaretten folgten bei mir schnell die ersten Joints. Irgendwann gehörte das tägliche Kiffen einfach dazu: Ich kiffte in den Schulpausen, unterwegs, zu Hause und rauchte vor dem Schlafen meinen Gute-Nacht-Joint. Kiffen fand ich interessant, ich fühlte mich damit glücklich. Als ich 15 war, nahm ich das erste Mal Ecstasy und probierte dann noch Koks, Tilidin und mehr. Im Gegensatz zu anderen habe ich immer mehr gespürt von Drogen – und wollte mehr. Um meine Sucht zu finanzieren, begann ich, selbst zu dealen. Zwei Mal wurde ich auch erwischt. Um eine milde Strafe zu bekommen, gab ich vor, zu bereuen. Aber eigentlich wollte ich nur gut da rauskommen.

Die dunkelste Phase der Sucht

Dann kam Spice, ein synthetisches Cannabinoid, mit dem ich nach drei Zügen die dreifache Wirkung von Gras verspürte. Richtig rausschallern und wegkatapultieren konnte ich mich damit. Doch auch epileptische Anfälle, blutunterlaufende Augen und Bewusstseinsverlust gehörten dazu. Zeitweise bestand mein Tag nur aus rauchen, schlafen und rauchen. Ich war wie ein Zombie – Spice bereue ich zutiefst. Als ich bei einem Schulausflug erneut mit Drogen erwischt wurde, war das für mich der Anstoß, mir Hilfe zu suchen – und ich erhielt einen Platz für clean.kick.

Therapie und Neustart

Der einwöchige Entzug war die Hölle. Ich hatte Heulattacken, wahnsinnige Schmerzen und habe kaum geschlafen. Aber ich habe es geschafft und mit der Therapie begann ein neues Leben für mich: Ich kann wieder viel, wozu ich mit Drogen nicht mehr in der Lage war. Pläne machen, nachdenken, mich konzentrieren, Sport treiben. Für mich hat der Aufenthalt in clean.kick ein kompletter Neustart bedeutet und mir wurde klar: Ich brauche keine Drogen, um glücklich zu sein.“

Nahaufnahme von zwei Händen, die sich einen Joint reichen.

© kemedo via canva

Zugang im Außenbereich zur der Station clean.kick mit Schild, buntbemalten Steinen am Boden und Gras und Bäumen im Hintergrund.

© ZfP

clean.kick bietet Hilfe für suchtkranke Jugendliche 

Mit einer breit aufgestellten Entzugs- und Motivationsbehandlung unterstützt die Station clean.kick suchtkranke Jugendliche auf ihrem Weg in ein drogenfreies Leben. Angebote wie Bewegungs-, und Psychotherapie, Gruppengespräche und eine enge Alltagsbegleitung helfen ihnen, ihre Abhängigkeit zu verstehen und sich neue Ziele zu setzen. 

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Einblick in die Station clean.kick

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Team des Monats: clean.kick 2084

52:15

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