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5. Weissenauer Tabakwanderpfad eröffnet /

Ein Mann und eine Frau stehen im Vordergrund und durchschneiden symbolisch ein Seil, im Hintergrund stehen Zuschauende; alle haben sie Regenschirme über sich, da es in Strömen regnet.

Dr. Juan Valdés-Stauber und Evelyne Stumpp (mittig vorne) eröffneten gemeinsam den 5. Weissenauer Tabakwanderpfad.

Mit immer neuen Nikotinprodukten regt die Industrie den Konsum von Suchtmitteln an und hat dabei vor allem junge Menschen im Visier. Diese Problematik thematisiert der fünfte Tabakwanderpfad des ZfP Südwürttemberg am Standort Weissenau.

Das ZfP Südwürttemberg ist zertifiziert als Rauchfreies Krankenhaus. Der dafür zuständige Qualitätszirkel „Nikotinfreies ZfP“, der unter anderem Rauchfrei-Kurse für Patient:innen anbietet, verfolgt mit dem jedes Jahr neu gestalteten Tabakwanderpfad einen kreativen Ansatz, um auf die Gefahren von nikotinhaltigen Produkten für Mensch, Natur und Umwelt hinzuweisen. Längst geht es dabei nicht nur um Zigaretten: Verdampfer sogenannter Liquids und Tabakstick-Erhitzer werden seit einigen Jahren schon als Lifestyle-Produkte vermarktet. Relativ neu sind Nikotin-Beutel, die man sich unter die Oberlippe schiebt, sowie Nikotin-Zahnstocher. Das Nikotin wird hierbei über die Mundschleimhaut aufgenommen und erzeugt einen durch vielfach höhere Dosierungen als in Zigaretten verstärkten Kick.

Bei der feierlichen Eröffnung des inzwischen fünften Tabakwanderpfads am Standort Weissenau wies Prof. Dr. Juan Valdés-Stauber auf das diesjährige Motto der Weltgesundheitsorganisation (WHO) „Den Reiz entlarven – Nikotin- und Tabakabhängigkeit bekämpfen“ hin und dankte den Mitarbeitenden im Qualitätszirkel für ihr Engagement. Der Regionaldirektor Ravensburg-Bodensee sagte: „Die Palette der nikotinhaltigen Produkte wächst stetig, bereits Kinder im frühen Schulalter sind auf dem Radar der Industrie. Die Gesetzgebung sowie Prävention und Aufklärung rennen den ‚Innovationen‘ der Tabaklobby hinterher. Unsere Patientinnen und Patienten sind stark Betroffene – ihnen gilt unsere Verpflichtung zur Gesundheitsfürsorge. Der neue Tabakwanderpfad soll seinen Teil dazu beitragen.“ Das was an Tabak- und Nikotinprodukten attraktiv erscheine, sei das Ergebnis gezielter Vermarktungsstrategien. „Wer diesen Reiz kritisch hinterfragt und die dahinterliegenden Mechanismen erkennt, kann Risiken besser einschätzen und Abhängigkeiten wirksamer entgegenwirken.“

Evelyne Stumpp vom Qualitätszirkel „Nikotinfreies ZfP“ nahm die Anwesenden anschließend mit auf eine erste Begehung und erläuterte dabei Entstehung und Inhalt der diesjährigen Beschilderung: „Wir wollten uns dem Thema dieses Jahr aus einer anderen Richtung annähern. Dazu haben wir zwei fiktive Protagonist:innen geschaffen, Joanna Nebelstein und Jeffrey Filterman, die uns in das Denken und Tun der Tabakindustrie mitnehmen. Ergänzt wird jede Tafel durch QR-Codes, die auf online verfügbare Informationen, Social-Media-Beiträge und Videos verlinken.“

„Joanna und Jeffrey werden verkörpert von ZfP-Kolleg:innen, die Idee umgesetzt haben Christoph Schwarz und Roger Ederer aus unserer Druckerei. Wir sagen herzlichen Dank allen Beteiligten und sind begeistert vom Ergebnis!“ Der Qualitätszirkel sei längst kein Projekt mehr, sondern etabliere sich immer mehr, so Stumpp weiter. „‚Nikotinfreies ZfP‘ ist nun ein häuserübergreifender Ansatz, wir wachsen stetig, werden konzeptionell gestützt und dauerhaft verankert. Unser Ziel ist es, die Thematik transparent und nachhaltig lebendig zu halten, weiter zu stärken und auszubauen.“




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