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Azubistation am Standort Friedrichshafen /

Auf einer langen Treppe im Inneren eines hellen Klinikgebäudes sitzen und stehen etwa 25 Frauen und Männer in Alltagskleidung und lächeln in Richtung Kamera.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Azubistation Friedrichshafen mit Stationsmitarbeitenden, Lehrkräften und Praxisanleitenden.

Bei der siebten Auflage des Projekts Azubistation am ZfP-Standort Friedrichshafen haben erneut 15 Auszubildende im dritten Ausbildungsjahr neun Tage lang im 2-Schicht-Betrieb die eigenverantwortliche Leitung einer allgemeinpsychiatrischen Station übernommen. 

Rudolf Gurnicki, Pflegedirektor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Ravensburg-Bodensee, sagte zu den Auszubildenden: „Eine intensive Zeit liegt hinter Ihnen und ich danke Ihnen herzlich für das Engagement. Der Aufwand, den alle Beteiligten dafür betreiben müssen, ist groß und keineswegs selbstverständlich. Die positiven Rückmeldungen zeigen aber, dass die Azubistation ein hervorragendes Modell für eine praxisnahe Ausbildung darstellt, weil es um Selbstständigkeit, um Kommunikation und um die authentische Auseinandersetzung mit psychiatrischer Pflege geht.“

Veronika Blank, Leiterin der Berufsfachschule für Pflege der ZfP-Region Ravensburg-Bodensee, sagte bei der Abschlussveranstaltung: „Liebe Auszubildende: Ich bin beeindruckt, wie gut Sie diese spannende Herausforderung gemeistert habt. Sie sind bedacht und selbstständig aufgetreten und haben im Team gut funktioniert. Sie sind proaktiv mit Konflikten umgegangen, waren flexibel einsetzbar und kritikfähig. Die Azubistation ist optimal, um eigene Stärken und Schwächen zu erkennen.“

Für die 15 Auszubildenden ging es bereits im Oktober mit der Projektvorstellung los, berichtete Schulleiterin Blank weiter. Die Themenblöcke, darunter Beziehungsgestaltung, Medikamentenmanagement, Notfallmaßnahmen und Dienstplanerstellung, wurden eingehend besprochen und der Kurs wurde in Gruppen eingeteilt. Bei der Abschlussveranstaltung gaben die verantwortlichen Praxisanleitenden Julia Böhm und Miguell Kretschmer einen Einblick in die Zahlen und Fakten des Projekts: „In dieser Zeit galt es, acht Entlassungen, 13 Aufnahmen und 37 Übergaben von einer Schicht zur nächsten zu bewältigen, und einen Brandmeldealarm gab es auch noch. Es war also einiges zu tun – Ihr könnt stolz auf Euch sein.“

Mittels Fotos und Videos schauten alle gemeinsam noch einmal auf die zurückliegenden Tage – inklusive der schriftlich aufgezeichneten Rückmeldungen von Patientinnen und Patienten. Und auch diese fielen überwiegend positiv aus: Zwar hatte die eine oder der andere auch etwas zu kritisieren, aber der überwiegende Teil beschrieb den Umgang mit den jungen Fachkräften als freundlich, kompetent und hilfreich. Anhand von Fragebögen, die die Patient:innen freiwillig und anonym beantworten konnten, zeigte sich, dass sie insgesamt zufrieden waren mit der Betreuung durch die Azubis. Zum Beispiel bewerteten zwölf von 14 Befragten die Fachkompetenz und die Kommunikation der Auszubildenden mit gut oder sehr gut.

Insgesamt 27 Praxisanleitende aus den unterschiedlichsten Bereichen des ZfP Südwürttemberg sowie Lehrkräfte der Pflegefachschule besuchten die Azubis während ihrer Schichten – einige davon gaben bei der Abschlussveranstaltung ebenfalls ihr Feedback ab: „Ihr wart empathisch, offen und reflektiert“, sagte eine der erfahrenen Pflegekräfte. Ein anderer Kollege betonte: „Es war in allen Belangen eine Entwicklung zu sehen, das war super.“ Weitere Kolleg:innen lobten unter anderem die gute Kommunikation unter den Auszubildenden sowie die gegenseitige Unterstützung.

Noch in diesem Jahr wird es erneut eine Azubistation in Friedrichshafen geben, ehe das Projekt ab 2027 an einem anderen ZfP-Standort weitergeführt werden wird. Außerdem soll es dann auf drei Wochen ausgedehnt werden.




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