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Die Zukunft im Blick bei der Summer School /

Auszubildende aller pflegerischen und pädagogischen Ausbildungsberufe kamen zur Summer School des ZfP Südwürttemberg zusammen.

Über 200 Auszubildende aus pflegerischen Berufen kamen zur Summer School im ZfP Südwürttemberg in Bad Schussenried zusammen. In Workshops vertieften sie ihr Wissen und nutzten die Gelegenheit, einander kennenzulernen und sich zu vernetzen. 

Sich austauschen, fachlich weiterentwickeln und dazulernen  all das steht im Fokus der jährlichen Summer School des ZfP Südwürttemberg. Inzwischen markiert die Veranstaltung einen Höhepunkt für Auszubildende aller pflegerischen und pädagogischen Berufe. Rund 220 angehende Pflegefachkräfte in Ausbildung, Azubis der Alten- und Krankenpflegehilfe, der Heilerziehungspflege, angehende Arbeitserzieher:innen, Jugend- und Heimerzieher:innen sowie Pflegestudierende aus allen Jahrgängen waren der Einladung nach Bad Schussenried gefolgt. „Sie bilden eine ebenso beeindruckende wie vielfältige Gruppe, in der jeder seine Expertise mitbringt“, betonte Martina Nunnenmacher, Geschäftsbereichsleiterin Gemeindepsychiatrie Donau-Riss, die die Veranstaltung moderierte.

Auch ZfP-Geschäftsführer Dr. Paul Lahode zeigte sich beeindruckt, wie viele Auszubildende die Halle füllten: „Sie sind die Zukunft des Unternehmens und des Gesundheitswesens.“ In einer Gesellschaft, in der jede dritte Person einmal im Leben psychisch erkrankt, seien die Nachwuchskräfte wichtiger denn je im psychiatrischen Versorgungssetting. Lahode betonte: „Gleichzeitig ist es uns ein Anliegen, dass es auch Ihnen gut geht.“ Neugierig bleiben, nachfragen und Ideen einbringen  all das gab der Geschäftsführer den Anwesenden mit auf den Weg und versicherte: „Wir unterstützen Sie und haben ein offenes Ohr.“ 

Fachliche Impulse 

Auch Pflegeexpertin Kim Hennig knüpfte in ihrer anschließenden Keynote an die Diversität der Teilnehmenden an: „Mit Ihren unterschiedlichen Erfahrungen, Biografien und Kulturen bilden Sie die psychiatrische Pflegelandschaft ab. Pflege braucht Vielfalt.“ Was macht psychiatrische Pflege besonders und was braucht es, um professionell zu handeln? Pflege, Haltung, Beziehung und Kommunikation seien in diesem Versorgungssetting besonders eng verwoben. Professionell zu handeln, bedeute, auch in herausfordernden Situationen nicht alles im Griff haben zu müssen. „Stärke zeigt sich dann darin, sich zu reflektieren, Grenzen zu ziehen und sich Hilfe holen zu können.“ Zum Nachdenken regte die Frage an, die Hennig den Auszubildenden abschließend für den Arbeitsalltag mit auf den Weg gab: „Wie möchten Sie als Patient:in behandelt werden?“

Besonders aufmerksam verfolgten die Auszubildenden den Vortrag dreier togolesischer Auszubildender, die ihr Heimatland vorstellten und Einblick in Geographie, Geschichte und Gesundheitssystem gaben. „Togo befindet sich an der Schnittstelle zwischen traditioneller und medizinischer Versorgung“, erklärte eine Referentin. Eng verwoben seien Medizin, Religion und Gesellschaft, was psychische Gesundheit anbelangt. Noch oft gelten psychisch Kranke dort als verrückt. „Die Zahl an Fachärzt:innen ist begrenzt, das jetzige psychiatrische Versorgungsangebot kann den großen Bedarf nicht decken und der Zugang zu bestimmten Medikamenten ist limitiert“, zählten die Togoles:innen die Herausforderungen des afrikanischen Landes auf. Rege Nachfragen dazu kamen aus dem Publikum. „Es ist interessant zu erfahren, wie sich das Gesundheitssystem in Togo von unserem unterscheidet“, kommentierte eine Zuhörerin. 

Nach den impulsgebenden Vorträgen hatten die Teilnehmenden am Nachmittag Gelegenheit, sich in verschiedenen Workshops mit Themen wie Resilienz, Pflege im Maßregelvollzug, Pflege vs. ICF und Karrierechancen zu beschäftigen. Das Transfermobil des Landeskompetenzzentrums Pflege & Digitalisierung zeigte überdies innovative Pflegehilfsmittel und neue Technologien, die ausprobiert und getestet werden konnten. „Ich konnte viel zu neuen Technologien im Pflegebereich lernen und wie wir von diesen profitieren können“, freute sich ein angehender Pflegefachmann, der bereits das dritte Mal an der Summer School teilnahm. Einer anderen Teilnehmerin blieben die Worte des Geschäftsführers in Erinnerung. „Es zeugt von Wertschätzung gegenüber uns Nachwuchskräften, dass er sich die Zeit für die Eröffnung genommen hat.“ Und auch die Verantwortlichen der Veranstaltung zogen ein rundum positives Fazit: “Mit der Summer School investieren wir als ZfP bewusst einen ganzen Tag in unsere Auszubildenden. Das positive Feedback und die vielen neuen Kontakte, die an diesem Tag entstanden sind, bestätigen uns: Diese Investition lohnt sich“, so Nunnenmacher und bekräftigte: „Als Orgateam hatten wir viel Spaß an der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung  genau diese Begeisterung möchten wir auch im nächsten Jahr wieder einbringen.” 

 




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