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Ein Jahresauftakt mit Strahlkraft /

Sopranistin Karina Aßfalg und das Johann Strauss Festival Ensemble Foto: Ludmilla Reimer

Mit einem herzlichen Willkommen eröffnete der neue Geschäftsführer Dr. Paul Lahode das Neujahrskonzert am 10. Januar 2026 im festlich erleuchteten Festsaal der Weissenau. Vor rund 240 erwartungsvoll gestimmten Gästen schlug er in seiner Begrüßung den Bogen zwischen Tradition und Aufbruch und setzte damit den passenden Ton für einen Abend, der sich rasch als musikalisches Glanzereignis des noch jungen Jahres erweisen sollte.

Was folgte, war ein Konzert von außergewöhnlicher Qualität, getragen vom Johann Strauss Festival Ensemble und von einer Sopranistin, die den Abend nachhaltig prägte: Karina Aßfalg. Mit technischer Brillanz, strahlender Höhe und einer Ausdruckskraft, die mühelos zwischen inniger Lyrik und dramatischer Intensität wechselte, lieferte sie eine überragende gesangliche Leistung, die das Publikum von den ersten Takten an in ihren Bann zog.

Den musikalischen Auftakt bildete das feierliche „Te Deum“, weithin bekannt als Eurovisionshymne, das dem Konzert eine würdevolle, beinahe sakrale Eröffnung verlieh. Das Johann Strauss Festival Ensemble überzeugte hier bereits mit geschlossener Klangkultur, Präzision und festlichem Glanz.

Es folgte „Die Post im Walde“, glanzvoll interpretiert vom Trompeter Lucas Kassner. Mit strahlendem Ton, technischer Sicherheit und einem feinen Gespür für die humorvollen wie lyrischen Passagen dieses Werkes gewann er sofort die Sympathien des Publikums.

Ein erster vokaler Höhepunkt stellte sich mit dem berühmten „Vilja-Lied“ aus Franz Lehárs Lustiger Witwe ein. Karina Aßfalg gestaltete diese Arie mit warmer Klangfarbe, natürlichem Charme und erzählerischer Tiefe. Der unmittelbar anschließende Walzer „Gold und Silber“ von Lehár entfaltete unter den Händen des Ensembles eleganten Glanz und tänzerische Leichtigkeit und ließ den Festsaal förmlich schwingen.

Geradezu sensationell geriet danach Bellinis „Casta Diva“ aus der Oper Norma. Hier offenbarte die Sopranistin die ganze Spannweite ihres Könnens: makellose Legato-Bögen, souveräne Atemführung und eine innere Ruhe, die dieser großen Belcanto-Arie jene sakrale Erhabenheit verlieh, die sie verlangt. Die Stille im Saal war greifbar – ein Moment vollkommen konzentrierter Hörbereitschaft, der mit lang anhaltendem Applaus honoriert wurde. Die Intensität dieses Moments machte die Ausnahmestellung von Karina Aßfalg an diesem Abend unmissverständlich klar.

Mit „Il Bacio“ von Luigi Arditi zeigte sie anschließend ihre brillante, spielerische Seite. Virtuos, leichtfüßig und voller Charme ließ sie die Koloraturen funkeln und begeisterte das Publikum erneut. Ein orchestraler Höhepunkt folgte mit Johann Strauss’ „Rosen aus dem Süden“, der vom Ensemble mit schwebender Eleganz, feiner Dynamik und großem stilistischem Gespür dargeboten wurde – ein Inbegriff der Wiener Klangtradition, schwebend, elegant und von jener feinen Rubato-Kultur getragen, die diese Musik erst wirklich zum Leuchten bringt. Das Orchester musizierte mit sichtbarer Spielfreude, klanglicher Transparenz und einem sicheren Gespür für stilistische Feinheiten – ein Klangbild, das gleichermaßen tänzerisch leicht wie orchestralenreich wirkte.

Zum Schluss verwandelte Karina Aßfalg das Orchesterstück in einen charmanten Dialog mit dem Publikum. Mit choreografischem Türöffnen und funkelnden Spitzentönen demonstrierte sie augenzwinkernd den richtigen Einsatz – sehr zur Freude der Zuhörer, die lachend und hörbar ambitionierter erneut mitsangen.

Besonders berührend geriet die Serenade, interpretiert vom Solo-Violinisten Konrad Balik. Mit innigem Ton, sensibler Phrasierung und großer emotionaler Tiefe wurde dieser Moment zu einem der stillsten und herzergreifendsten des Abends.

Mit „Petit Fleur“ entführte anschließend Klarinettist Sven Aberle das Publikum in eine Welt sanfter Melancholie. Sein warmer, geschmeidiger Klang und die fein nuancierte Gestaltung verliehen dem Stück eine besondere Intimität.

Einen weiteren Höhepunkt setzte Karina Aßfalg mit Puccinis allseits geliebtem „O mio babbino caro“. Ihre Interpretation war von schlichter Schönheit, inniger Emotionalität und vollkommener stimmlicher Kontrolle geprägt – ein Moment reiner Opernmagie.

Mit atemberaubender Virtuosität folgten schließlich die „Zigeunerweisen“ von Sarasate, dargeboten vom Solo-Violinisten Tvrtko Galic. In schwindelerregendem Tempo, mit leidenschaftlichem Ausdruck und technischer Brillanz riss er das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Als Zugabe erklang der traditionsreiche „Radetzky-Marsch“, bei dem sich der Festsaal in rhythmischem Applaus vereinte – ein heiterer, gemeinschaftlicher Höhepunkt nach rund zwei Stunden Konzertgenuss.

Nicht unerwähnt bleiben darf dabei die besonders gelungene Moderation von Jean-Paul Mathé, der den Abend mit feinsinnigen, pointierten und äußerst humorvollen Anekdoten bereicherte. Als musizierender Moderator am Kontrabass verstand er es meisterhaft, zwischen den einzelnen Werken charmante Brücken zu schlagen, Hintergründe lebendig zu vermitteln und dem Publikum immer wieder ein Lächeln zu entlocken. Seine Präsenz verlieh dem Konzert eine persönliche Note und trug wesentlich zur warmen, heiteren Atmosphäre des Abends bei.

Den Abschluss bildete dann noch die schauspielerische und sängerische Glanzleistung von Karina Aßfalg mit dem „Schwips-Lied“ aus Johann Strauss’ Eine Nacht in Venedig. Mit Witz, Charme und stupender Bühnenpräsenz bewies sie nochmals ihre außergewöhnliche Vielseitigkeit und entließ das Publikum beschwingt und begeistert.

Minutenlange Standing Ovations der rund 240 Zuhörenden waren der verdiente Lohn für alle Mitwirkenden. Dr. Paul Lahode bedankte sich bei der Sopranistin mit einem Blumenstrauß und einer herzlichen Umarmung, auch die Musiker erhielten jeweils ein kleines Präsent als Zeichen der Anerkennung. Abschließend verabschiedete der Organisator Ralf Aßfalg das großartige Publikum mit den besten Wünschen für das neue Jahr.

Dieses Neujahrskonzert im Festsaal der Weissenau erwies sich als musikalischer Jahresauftakt von höchster Qualität – festlich, emotional und unvergesslich.




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