Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten den Tag der offenen Tür des ZfP Südwürttemberg, um die psychiatrische Versorgung am Standort Weissenau kennenzulernen. Führungen, Vorträge und Mitmachangebote boten vielfältige Einblicke.
Trotz regnerischen Wetters herrschte reger Betrieb auf dem Gelände des ZfP Südwürttemberg in Weissenau. Anlässlich des Welttags für seelische Gesundheit hatte der Standort seine Türen für die Öffentlichkeit geöffnet. Von 11 bis 16 Uhr konnten Interessierte einen Blick hinter die Kulissen werfen, mit Mitarbeitenden ins Gespräch kommen und die unterschiedlichen Bereiche der psychiatrischen Versorgung kennenlernen.
Besonders großen Zulauf verzeichnete die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie. Im Neubau des Akutbereichs erwartete die Gäste ein umfangreiches Programm mit Einblicken in die verschiedenen Therapieangebote, die Klinikschule sowie die Medien- und Erlebnispädagogik. Die Kletterwand, das Schminken und zahlreiche Kreativangebote sorgten vor allem bei den jüngeren Besuchenden für Abwechslung.
Wie sich eine Demenzerkrankung auf den Alltag auswirken kann, konnten Interessierte beim interaktiven „Erlebnisparcours Demenz“ der Alterspsychiatrie nachempfinden. Das gut besuchte Angebot vermittelte auf anschauliche Weise, mit welchen Herausforderungen Betroffene durch altersbedingte Einschränkungen der Sensibilität, Motorik und Sinnesgebiete konfrontiert sind. Weitere Mitmachstationen luden dazu ein, Biofeedback sowie Achtsamkeits- und Entspannungstechniken kennenzulernen. Die Abteilung zur Behandlung von Menschen mit Suchterkrankungen bot ein interessantes Quiz sowie die Möglichkeit, die eigene Wahrnehmung mit einer Promillebrille auf die Probe zu stellen.
Gut angenommen wurden auch die Fachvorträge, die sich unter anderem mit seelischer Gesundheit im Alter, psychischen Krisen in der Pubertät, Suchtverhalten bei Jugendlichen und der Arbeit der Forensischen Psychiatrie beschäftigten. Bei Führungen durch verschiedene Stationen und Behandlungsbereiche erhielten die Gäste zudem Einblicke in den Klinikalltag. Vorgestellt wurden unter anderem die Elektrokonvulsionstherapie, die psychiatrische Notaufnahme sowie die neurologische Funktionsdiagnostik.
An zahlreichen Informationsständen präsentierten Mitarbeitende ihre Arbeit und standen für Fragen zur Verfügung. Das Spektrum reichte von der Allgemeinpsychiatrie, Psychosomatik und Neurologie über die Gemeindepsychiatrie und die Weissenauer Werkstätten bis hin zum Maßregelvollzug. Auch die berufliche Rehabilitation, die Pflegeausbildung und verschiedene Unterstützungsangebote stellten sich vor. Für Abwechslung sorgten Live-Musik, kreative Angebote sowie Vorführungen der Werkfeuerwehr. Das beliebte „ZfP-Bähnle“ konnte trotz des wechselhaften Wetters seine Runden über das Gelände drehen. Künstlerische Akzente setzten die Steinskulpturen im Park sowie eine Ausstellung der Klinikseelsorge im „Raum der Stille“.
Regionaldirektor Prof. Dr. Juan Valdés-Stauber zog ein durchweg positives Fazit und bedankte sich bei allen Beteiligten, die zum Gelingen beitrugen. Besonders angetan zeigte er sich von der Einsatzbereitschaft und der Identifikation der Mitarbeitenden mit ihren Aufgaben: „Die Begegnungen, die Freundlichkeit und das Engagement von allen haben mich tief beeindruckt“, betonte er. Der Tag der offenen Tür habe nicht nur den Besucher:innen die Vielfalt des Standorts nähergebracht, sondern auch den Austausch innerhalb des Unternehmens gestärkt. „Es war nicht nur eine Veranstaltung nach außen, sondern auch nach innen“, so Valdés-Stauber.




