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Impulse für die Transformation der psychiatrischen Versorgung /

Ein Saal voller Menschen.

Rund 400 Führungskräfte aus dem psychiatrischen Versorgungsbereich kamen im Bad Saulgauer Stadtforum zusammen.

Rund 400 Führungskräfte aus dem ZfP Südwürttemberg, ZfP Reichenau sowie den Tochtergesellschaften kamen beim Führungstag in Bad Saulgau zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Transformation der psychiatrischen Versorgung aktiv gestaltet werden kann.

Eröffnet wurde der diesjährige Führungstag von Regionaldirektorin Donau-Riss Dr. Bettina Jäpel, die gemeinsam mit Amador Martin Diaz, Ärztlicher Leiter Ambulanz & Tagesklinik SINOVA Singen, sowie Valerie Kienhöfer, Assistenz Zentralbereich Pflege und Medizin, durch das Programm führte. In ihrer Begrüßung ordnete Jäpel die Rolle von Führung in den aktuellen Kontext ein: „Wir leben in bewegten, komplexen und unsicheren Zeiten – Zeiten, in denen Führung eine besondere Rolle zukommt.“ Das Motto des Tages, „mutig-innovativ und hoffnungsvoll“, sei daher bewusst gewählt: Mut bedeute, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen, Innovation erfordere Offenheit für neue Wege. Ziel des Führungstags sei es, Raum für Austausch, Inspiration und gemeinsames Lernen zu schaffen.

Der neue Geschäftsführer der beiden ZfP, Dr. Paul Lahode, rief die Führungskräfte dazu auf, den Wandel aktiv voranzutreiben: „Hoffnung darf nichts Passives sein – wir dürfen nicht nur auf eine gute Entwicklung des Versorgungssystems hoffen.“ Transformation sei eine Chance, Versorgung neu zu denken. Entscheidend seien neben tragfähigen Konzepten auch konkrete Ergebnisse und eine klare Kommunikation gegenüber den Mitarbeitenden. Ein besonderes Augenmerk legte Lahode auf die Führungskultur: „Sich Fehler einzugestehen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck professioneller Stärke.“ Führungskräfte hätten zudem die Aufgabe, eine gemeinsame Haltung nach außen zu vertreten und zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen beizutragen. Sein Appell: „Lassen Sie uns gemeinsam ins Handeln kommen und Lösungen statt Probleme definieren.“

Praxisnahe Einblicke lieferten Führungskräfte aus dem Mentoring-Programm, die konkrete Herausforderungen aus ihrem Arbeitsalltag vorstellten – von unkonventionellen Personalentscheidungen über den Umgang mit knappen Ressourcen bis hin zur Umsetzung komplexer Projekte unter schwierigen Rahmenbedingungen. Auch die Perspektiven der Teilnehmenden selbst wurden einbezogen: In einem interaktiven Format sammelten die Führungskräfte Einschätzungen zu zentralen Themen wie Zusammenarbeit, Digitalisierung und Personalentwicklung. Dabei wurde schnell sichtbar, in welchen Bereichen bereits Fortschritte wahrgenommen werden und wo weiterhin Handlungsbedarf besteht.

Einen weiteren Schwerpunkt setzte der Vortrag von Dr. Oliver Haas, Geschäftsführer der Corporate Happiness GmbH. Er stellte die Frage in den Mittelpunkt, wie Führung konkret dazu beitragen kann, Motivation und Leistungsfähigkeit von Mitarbeitenden zu stärken. Entscheidend sei eine Führung, die sowohl Orientierung gibt als auch Entwicklung ermöglicht. Dazu gehöre, Potenziale gezielt zu fördern und gleichzeitig klare Erwartungen zu formulieren. Veränderung beginne dabei immer bei der eigenen Haltung: „Ohne Haltungsänderung keine Veränderung – Wachstum im Innen bewegt Wachstum im Außen.“

Zum Abschluss zog das Moderationsteam ein positives Fazit: „Die Transformation der psychiatrischen Versorgung erfordert Mut, eine klare Haltung und gemeinsames Handeln.“ Der Führungstag habe dafür wichtige Impulse gesetzt und die zentrale Rolle von Führungskräften in diesem Prozess deutlich gemacht. „Ein besonderer Dank gilt dem Planungsteam unter der Leitung von Evamanuela Majovski, Leiterin Personalmanagement, sowie dem Organisationsteam innerhalb des Personalmanagements, das maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hat.“




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