Der Rohbau steht: In Weissenau wurde Richtfest für den Neubau der Forensischen Psychiatrie gefeiert. Nach einer intensiven Planungs- und Bauphase ist damit ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem modernen Klinikgebäude erreicht.
Der Richtbaum steht, die Gläser sind zerschmettert: Mit einem traditionellen Richtspruch hat Juniorchef Peter Löffler von der ausführenden Baufirma den Neubau der Forensischen Psychiatrie in Weissenau gesegnet. „Wir sind stolz, hier oben zu stehen und auf das vollbrachte Werk zu sehen“, hieß es in seinem Richtspruch. Er wünschte dem neuen Haus „recht viel Glück“ und allen Beteiligten weiterhin gutes Gelingen.
Der Neubau wurde notwendig, weil die bestehenden Klinikgebäude der Forensik aufgrund der anhaltenden Überbelegung längst an ihre Grenzen stoßen. Bereits 2023 starteten daher die Planungen. Nach der Entwurfsplanung und der Einreichung des Bauantrags im Oktober 2024 konnte im September 2025 mit dem Rohbau begonnen werden. Nur ein Jahr später ist die Gebäudehülle weitgehend geschlossen. Nicolas Riek, Leiter der Abteilung Bau und Entwicklung, lobte beim Richtfest insbesondere das hervorragende Zeitmanagement und die gute Arbeit aller am Projekt Beteiligten. „Hut ab vor der Leistung“, so Riek.
Modern, sicher und mit Blick auf die Zukunft
Mit dem Neubau entsteht ein Klinikgebäude, das den besonderen Anforderungen einer modernen Forensischen Psychiatrie gerecht werden soll – sowohl in konzeptioneller als auch in sicherheitstechnischer Hinsicht. Gleichzeitig werden neue Anforderungen berücksichtigt, etwa die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels. So wurden beispielsweise die Ausrichtung der Räume und die Beschattung genau geplant. Auch die Architektur verfolgt ein klares Ziel: Das Gebäude soll Identität stiften und das therapeutische Konzept der Besserung und Sicherung unterstützen. Die räumliche Gestaltung soll die Abläufe auf den Stationen verbessern und zugleich den Kontakt zwischen Patient:innen und Mitarbeitenden fördern.
Das Richtfest sei deshalb nicht nur ein wichtiger Meilenstein, sondern auch ein kleines Dankeschön an alle, die zum bisherigen Erfolg beigetragen haben. „Hand in Hand“ sei das Projekt vorangekommen, betonte Riek. Zum Abschluss des Richtfests wurden die am Bau beteiligten Handwerker zu einem Grillbuffet eingeladen. Projektleiter Michael Eninger und die Leitung des Maßregelvollzugs übernahmen dabei selbst den Grill – ein geselliger Ausklang eines wichtigen Tages auf der Baustelle.
Bis zur geplanten Fertigstellung im ersten beziehungsweise zweiten Quartal 2028 stehen nun der Innenausbau und die weitere Ausstattung des Gebäudes an.




