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Wie Stromimpulse bei Depressionen helfen können
Bei der Elektrokonvulsionstherapie (EKT) werden kontrolliert kurze epileptische Anfälle ausgelöst, die antidepressiv wirken. „EKT gilt als sehr effektive, hochwirksame und nebenwirkungsarme moderne Behandlungsmethode“, so Dr. Bettina Jäpel, Ärztliche Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im ZfP in Bad Schussenried. Das Verfahren wird nach fachlichen Leitlinien mit einem mehrköpfigen qualifizierten Team und unter ärztlicher Kontrolle eingesetzt.
Wissenswertes rund um Elektronkonvulsionstherapie
Für wen ist EKT geeignet?
Menschen mit schweren Depressionen, die medikamentös nicht behandelbar sind und auch auf andere Therapieverfahren nicht ansprechen. Bei lebensbedrohlichem Krankheitsverlauf – wenn Menschen suizidal sind oder die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme verweigern.
Wie läuft die Behandlung ab?
Über Elektroden an der Kopfhaut wird das Gehirn für wenige Sekunden mit sehr kurzen elektrischen Impulsen angeregt. Der ausgelöste kurzzeitige Krampfanfall wird über eine EEG-Aufzeichnung überwacht. All das passiert unter Kurznarkose und nach Einnahme eines muskelentspannenden Medikaments.
Wie wirkt EKT im Gehirn?
Einen positiven Effekt hat der durch die Stromimpulse ausgelöste Krampfanfall. Vermutet wird, dass dieser zu Veränderungen im Hirnstoffwechsel führt und neue Nervenzellen und Verknüpfungen gebildet werden.
Welche Nebenwirkungen gibt es?
Vergesslichkeit oder Konzentrationsstörungen können nach Beginn der Behandlung auftreten. Zu akuten Nebenwirkungen zählen Unruhe, Kopfschmerzen und Verwirrtheit.

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Wirksamkeit bewiesen
EKT stellt die am schnellsten und am häufigsten wirksame Therapieform dar – was wissenschaftlich bewiesen ist. In 50 bis 90 Prozent gehen Beschwerden zurück und die Patient:innen erhalten neuen Antrieb. Ganz ohne Medikamente und nach kurzer Behandlungsdauer. „Sehr viele Patient:innen könnten davon profitieren, wenn EKT als Option früher ins Gespräch gebracht wird“, so die Expertin.
Zusammenfassung
Unter ärztlicher Kontrolle werden bei der Elektrokonvulsionstherapie Menschen mit schweren Depressionen und erfolglosen Therapieversuchen mit Stromimpulsen behandelt. Für sie ist EKT eine wirksame und sichere Behandlungsoption, um Symptome zu verbessern und den Krankheitsverlauf zu stabilisieren.
EKT in 24 Fragen
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